Bahntechnikhersteller und Autozulieferer hat einstiges Securlog-Gelände übernommen

Hübner erweitert Firmensitz

Ingolf Cedra

kassel. Der Kasseler Bahntechnikhersteller, Autozulieferer und Kunststoffspezialist Hübner expandiert und schafft sich neuen Raum für sein Wachstum. Im Sommer vergangenen Jahres nutzte das Unternehmen die Gunst der Stunde und erwarb ein Nachbargrundstück und -gebäude am Unternehmenssitz in der Heinrich-Hertz-Straße aus der Insolvenzmasse eines Immobilienfonds. Das Gebäude wurde bis dahin vor allem von dem Sicherheitsdienstleister und Geldtransporteur Securlog genutzt.

Hübner hat es für seine Belange umgebaut. Über die Investitionskosten macht die Kasseler Traditionsfirma keine konkreten Angaben. Geschäftsführer Helge Förster spricht aber von einem „einstelligen Millionenbetrag“. Nach seinen Angaben läuft der Umzug einiger Abteilungen bereits. Das 6500 Quadratmeter große Gebäude soll schrittweise zentrale Bereiche wie die Personalabteilung und Forschung und Entwicklung (F+E) aufnehmen. Letzterer Bereich ist bislang über die drei Produktionsstandorte in der Stadt verstreut. „Wir hatten großen Platzbedarf und wollten ohnehin bauen“, erklärte Förster.

Die Konzentration der F+E-Aktivitäten in dem neu erworbenen Gebäude ist nicht die einzige Veränderung in jenem Bereich. Er wird seit Kurzem von Ingolf Cedra verantwortet, der in die Geschäftsführung einzieht. Bislang hatte Förster Forschung und Entwicklung mitbetreut. Die Einsetzung Cedras im Rang eines Geschäftsführers unterstreicht die wachsende Bedeutung dieser Abteilung. Hübner sucht seit Jahren nach neuen, technologiebasierten Geschäftsfeldern und hat in jüngster Zeit unter anderem in der Medizin-, Sicherheits- und Laser-Technik sowie im Wellness-Bereich eine Reihe neuer Produkte auf den Markt gebracht.

Keimzelle des Unternehmens ist die Bahntechnik. Bis heute sind die Kasseler unangefochten Markt- und Technologieführer bei sogenannten Zugübergangssystemen. Außerdem bauen sie Fenstersysteme für die Bahn.

Im vergangenen Jahr setzte die weltweit tätige Hübner-Gruppe mit ihren gut 2000 Beschäftigten rund 300 Mio. Euro um – fast neun Prozent mehr als im Jahr davor. Zum Ertrag macht das1946 gegründete Unternehmen traditionell keine Angaben. Es ist aber sehr renditestark.

Von José Pinto

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