Hunderte besichtigten Kunst im Vorderen Westen

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Einladung in die Welt der Kunstschaffenden: Zum wiederholten Mal hatte auch Zaki Al-Maboren - hier mit einer seiner Skulpturen - für den Kulturrundgang im Vorderen Westen sein Atelier gegenüber der Stadthalle geöffnet.

Kassel. Hunderte Kunstinteressierte und Neugierige waren am Wochenende auf den Beinen. Während des 8. Kunst- und Kulturrundgangs im Vorderen Westen haben sie Ateliers, Galerien und andere Kunstorte besucht und sind in die Vielfalt an künstlerischen Aktivitäten im Stadtteil eingetaucht.

Waren es zum Start der Veranstaltung vor acht Jahren noch 20 Künstler und Einrichtungen, die ihre Türen öffneten, so hatten jetzt noch mal zehn mehr eingeladen. Das Publikum hat sich ebenfalls vergrößert und nach Einschätzung von Komponist und Musikkünstler Til Mertens im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. „Es war ein beeindruckender Andrang.“ In der gemeinsamen Atelierwohnung mit Nora von der Decken gab es nicht nur Kunst für alle Sinne, sondern auch Kaffee und Kuchen.

Cross-over war das heimliche Motto des Kunst- und Kulturrundgangs. An vielen Orten mischten sich die Sparten und Formen, gab es Malerei mit Musik, Theater mit Fotografie. Der Maler Jean Boskja Missler las in seinem Atelier an der Pestalozzistraße Facebook-Gedichte und machte seinem Publikum das Angebot, selber zum Pinsel zu greifen.

Bilder vom bunten Kunst-Treiben

Kunst- und Kulturrundgang im Vorderen Westen 2011

Eine große Kennenlern-Party feierte der Verein Kunsttempel, der künftig auch dem Literaturbüro ein Dach für Veranstaltungen bietet. Im Tempelchen gegenüber der Stadthalle traf bildende Kunst, Performance und visuelle Poesie auf Literatur. Im Keller des Kunsttempels drängten sich sowohl am Samstag als auch am Sonntag die Besucher, um den Arbeitsraum und die neuesten Werke von Zaki Al-Maboren in Augenschein zu nehmen. „Wir sind extra gekommen, um zu schauen was es Neues gibt“, sagte Dr. Matthias Weiss, der beim Rundgang von seinen Kindern Mauro (12) und Lara (8) begleitet wurde. „Ein Super-Publikum und viele neue Gesichter“, resümiert Al-Maboren am Sonntagabend. Unter den Gästen habe es nicht nur Bummler, sondern auch Kunstkäufer gegeben. Die Künstlergruppe „station 15“ zeigte in ihrem „Raum für künstlerische Begegnung und Experiment“ unter der gesperrten Treppe an der Goetheanlage nicht nur Fotos von Pit Brauer alias Reu Arb. Sie nutzte den Rundgang auch, um auf den desolaten baulichen Zustand des unterirdischen Bauwerks aufmerksam zu machen. Sie forderten von der Stadt, der Eigentümerin, eine Sanierung und Planungssicherheit. Stefan Neumann: „Wir würden gerne Künstler zum documenta-Jahr 2012 einladen, aber wir wissen noch gar nicht, wie es weitergeht mit der station 15.“

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