Kasseler Eishockey-Spieler übernehmen Patenschaften

Huskies geben Anstoß zum Job

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Helfen jungen Arbeitslosen in den Job: Die Huskies (von links) Kyle Doyle, Jesse Panek, Manuel Klinge und Jens Jonsson mit Burkhard Walter (Mitte) vom Arbeitgeberservice des Jobcenters.

Kassel. 3000 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren sind derzeit in Kassel arbeitslos gemeldet. Manche auch deshalb, weil sie einen schlechten oder gar keinen Schulabschluss und kaum eine Aussicht auf einen Job haben.

Ihnen wollen die Kassel Huskies mit ihrem Patenschaftsmodell „Bully zum Job“ helfen. „Wir gehen in die zweite Runde“, kündigte gestern Burkhard Walter an. Der Leiter des Arbeitgeberservice im Jobcenter der Stadt Kassel hatte das Patenschaftsmodell 2012 gemeinsam mit den Huskies gestartet. Zwölf junge Leute wurden in Ausbildung oder Job vermittelt. In der zweiten Runde „wollen wir das toppen“, gibt Walter das Ziel vor.

Derzeit haben Eishockeyspieler, Trainer und Mitarbeiter der Huskies bereits Patenschaften für neun junge Menschen übernommen, die mit Hilfe der Sponsoren-Firmen des Eishockeyteams die Chance auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz erhalten sollen. Die meist jungen Spieler, von denen einige neben dem Eishockeysport selbst noch in Auszubildung sind, sollen den jungen Arbeitslosen vor allem Vorbilder sein und ihren Altersgenossen Tipps geben, wie man Leben und Job auf die Reihe kriegt. Denn die meisten der Arbeitslosen hätten Orientierungs- und Motivationsprobleme, berichtet Walter, öfter seien auch Schulverweigerer ohne Abschluss darunter.

Die Sportler nutzen ihre Kontakte zum Beipsiel zum eigenen Arbeitgeber, fragen auch bei Sponsoren nach, ob die Patenkinder dort ein Praktikum absolvieren oder sich für einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz bewerben können.

Von Unternehmern und Personalchefs werde das Patenschaftsmodell anerkannt und unterstützt, sagt Walter. 25 junge Menschen wurden in diesem Jahr von den Fachleuten im Jobcenter für das aktuelle Patenschaftsprogramm vorgeschlagen. Möglichst viele von ihnen sollen mit Hilfe der Huskies und der Arbeitgeber den Sprung in Ausbildung und Berufstätigkeit schaffen. „Wir suchen weitere Arbeitgeber, die den jungen Leuten eine Chance geben“, bittet Walter um Unterstützung.

Von Jörg Steinbach

Kontakt: Burkhard Walter, Tel. 0561/2 88 52 85, E-Mail burkhard.walter@jobcenter-ge.de

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