Viele träumen vom großen Auftritt vor Dieter Bohlen

Bewerber aus ganz Deutschland bei DSDS-Casting in Kassel

Kassel. Sie träumen von einer Karriere in der Musikbranche: Bewerber aus ganz Deutschland sind am Dienstag auf den Kasseler Friedrichsplatz gekommen. Sie sangen im DSDS-Truck vor und wollten es in die nächste Runde der RTL-Show schaffen.

Sie kommen aus ganz Deutschland und sehen Kassel als ihre vorerst letzte Chance: Diana (22) aus Fulda, Pascal (19) aus Duderstadt, Meret (16) aus Flensburg, Tom (23) aus Chemnitz, Simon (18) aus Stuttgart, Lalu (18) aus Bad Hersfeld, Ailin (17) aus Staufenberg und Hassan (20), Student aus Kassel.

Diese jungen Menschen gehörten am Dienstag zu den Kandidaten, die sich beim Offenen-Casting für die RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) auf dem Friedrichsplatz bewarben, weil sie mehr oder weniger von einer Karriere in der Musikbranche träumen. Kassel sei nach Essen und Aachen die letzte von drei „Verlängerungsstädten“, in dem der blaue Truck von RTL in diesem Jahr hält, verrät ein Mitarbeiter des Lkw-Casting-Teams.

Geheimnisvoll

Seinen Namen will der Mann mittleren Alters nicht nennen. Überhaupt geben sich die Truck-Mitarbeiter (es sind mehr als zehn) sehr geheimnisvoll. Sie wollen nicht fotografiert werden, auch der Stand mit den Anmeldungen für das offene Casting soll nicht abgelichtet werden. „Wegen des Datenschutzes“, erklärt ein anderer. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass die Kameras mit ihrer hohen Auflösung die persönlichen Daten der Kandidaten fotografieren.

Ist man beim DSDS bei der zehnten Staffel etwa auf einen Imagewechsel aus? Bislang schien es so, dass Jury-Chef Dieter Bohlen und seine wechselnden Kollegen wenig Wert darauf legen, die singenden Kandidaten zu schützen. Im Gegenteil: Völlig Untalentierte und Geltungsbedürftige wurden in den Vorrunden vor einem Millionenpublikum im TV gern blamiert.

Davor hat Hassan Harb (20) aus Kassel keine Angst. „Wenn der Bohlen versuchen sollte, mich zu verarschen, dann kontere ich zurück.“ Die Chance, persönlich vor der prominenten DSDS-Jury zu singen, blieb dem Kasseler Studenten dann doch verwehrt. Seine Interpretation von „Und wenn ein Lied“ genügte den Ansprüchen der Truck-Jury nicht.

Kopf hoch, schlimmer geht immer: Der 18-jährige Simon, der als Aushilfe in Stuttgart arbeitet, ist in diesem Jahr schon bei drei offenen Castings gescheitert. Kassel war gestern bereits sein vierter Versuch. Und optimistisch gab sich Simon, der eine Bohlen-Maske vor dem Gesicht trug, nicht gerade.

Anders Lalu Schneider aus Bad Hersfeld. „Ich denke, ich rock’ das schon“, sagt die 18-Jährige vor dem Auftritt. Das Casting ist ihr sehr wichtig. Ihr Freund, der offenbar nicht viel von der RTL-Show hält, hatte sie zuvor vor eine Entscheidung gestellt: Entweder er oder DSDS. Lalu entschied sich für Letzteres.

Bilder vom Casting

DSDS-Casting in Kassel

Auf dem ersten Blick eine gute Entscheidung. Lalu Schneider hat es gerockt. Sie ist eine Runde weiter und wird nun am Freitag in Berlin vor der echten DSDS-Jury mit Bohlen, den Tokio-Hotel-Zwillingen Tom und Bill Kaulitz sowie Mateo von Culcha Candela singen. Viel Glück.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

Rubriklistenbild: © HNA/Schachtschneider

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