400 Ideen für 1100 Jahre

Vorbereitungen für das Stadtjubiläum im Jahr 2013 

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Kassel-Geschichte im Schaufenster von Heinsius und Sander: Die Wanderausstellung „Bilder unserer verlorenen Stadt“ gehört zu den Projekten, die ins Programm für das Stadtjubiläum aufgenommen werden.

Kassel. Dort, wo sich heute das Regierungspräsidium am Steinweg befindet, hatten sie ihr Lager aufgeschlagen. Der fränkische Königshof machte im Jahr 913 Station in Kassel. Damals unterschrieb König Konrad I. zwei Urkunden, in denen Kassel (Chassella) erstmals erwähnt wurde.

1100 Jahre später soll das gefeiert werden. Zum Beispiel mit dem Nachbau des königlichen Lagers, das ein stattliches Palisadendorf war. Das ist nur eine von 400 Ideen, die das Vorbereitungsteam der 1100-Jahr-Feier gesammelt hat. Bei Hans-Jochem Weikert im Haupt- und Bürgeramt laufen die Fäden zusammen. Am Dienstag, 4. Oktober, 19.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses sollen die offiziellen Jubiläumsprojekte bekannt gegeben werden.

90 sind in die engere Wahl gekommen und sollen weiter verfolgt werden. Was sie auszeichnet, sind eine gute Idee und eine realistische Finanzierung. Die Stadt wird bei der Organisation helfen, viel mehr ist nicht drin.

Das Palisadendorf könnte - so der Vorschlag - in Kooperation mit der Schreinerinnung gebaut werden. Andere setzen ganz auf die eigenen Möglichkeiten. So hat der Hessisch-Waldeckische Gebirgsverein vor, einen Wanderweg rund um Kassel jubiläumstauglich auszuschildern. Der Weg soll 1100 landschaftlich herausragende Höhenmeter überwinden. Eine weitere Initiative will elf Frauenpersönlichkeiten aus elf Jahrhunderten vorstellen.

Bilder der verlorenen Stadt

Auch die Gemeinschaftsaktion von HNA, Kasseler Sparkasse und den Freunden des Stadtmuseums wird Bestandteil des Programms sein. Die Ausstellung „Bilder unserer verlorenen Stadt“ - zurzeit in Schaufenstern an der Oberen Königsstraße zu sehen - wird bis zum Jubiläumsjahr fortgesetzt. Dann ist eine Gesamtschau mit allen großformatigen Bildern von Kassel vor der Zerstörung zu sehen.

Das sind Aktivitäten, die die finanziell klamme Stadt nichts kosten. In den nächsten Wochen soll ein Förderkonto für Spenden eingerichtet werden. Außerdem ist vorgesehen, dass Firmen und Einzelpersonen Paten für Projekte werden können.

Bis zum Jahresende sollen in allen 23 Stadtteilen die Vorbereitungen für Aktivitäten zum Jubiläum konkretisiert werden. Die Resonanz sei bislang hervorragend, sagt Hans- Jochem Weikert. Jeder Stadtteil soll zwei Wochen lang im Mittelpunkt stehen. Vorgesehen sind gemeinsame Aktionen an Übergangswochenenden. So könnte zum Beispiel das Staffelholz von Bad Wilhelmshöhe zum Wesertor weitergegeben werden.

Mehr zur 1100-Jahr-Feier unter www.kassel-1100.de

Mehr zu Kassels Geschichte: http://regiowiki.hna.de und im Bombennachtspezial auf www.hna.de/bombennacht

Von Thomas Siemon

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