Die Kasseler Uni-Absolventen Olga Koval und Volker Eckhardt erhalten den Hans-Martin-Preis

Ideen für eine bessere Arbeitswelt

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Gute Ideen für bessere Arbeit: Volker Eckhardt (links) mit seinen Söhnen Felix und Johannes (rechts mit Blumen) und Olga Koval mit Tochter Anna freuen sich mit DGB-Vorsitzendem Michael Rudolph und dem Stifter Prof. Hans Martin (rechts) bei der Preisverleihung.

Kassel. Ideen, die helfen, das Arbeitsleben menschengerecht zu gestalten, zeichnet der Hans-Martin-Preis aus, der seit 2005 alle zwei Jahre in Kassel an Studenten und junge Wissenschaftler vergeben wird. Dieses Jahr teilen sich Olga Koval und Volker Eckhardt die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung.

Während der von Olga Koval entwickelte Kinderwagen, mit dem sich gleichzeitig ein Koffer transportieren lässt, die Haus- und Familienarbeit abdeckt, hat sich der Pädagoge Volker Eckhardt in seiner Diplomarbeit auf die Frage konzentriert, wie man benachteiligten Jugendlichen den Weg zu einer Ausbildung ebnen kann.

Gestiftet hat den Preis der Kasseler Professor für Arbeitswissenschaft Hans Martin, der zusammen mit Michael Rudolph, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Nordhessen, und Andreas Reschke von der Handwerkskammer die Jury bildet.

Olga Koval ist von einer Freundin, die mit ihren zwei kleinen Kindern vereisen wollte, zum Thema ihrer Diplomarbeit im Studiengang Produktdesign an der Kunsthochschule inspiriert worden: „Sie musste ihren Kinderwagen schieben und das größere Kind an die Hand nehmen. Für den Koffer hatte sie gar keine Hand frei.“ Kovals Buggy kann auch einen 20 Kilo schweren Koffer mitbefördern. Derzeit ist die junge Wissenschaftlerin auf der Suche nach einer Firma, die aus ihrem Prototyp ein Serienmodell macht.

Auch die Erkenntnisse aus Volker Eckhardts Diplomarbeit „Förderungswürdige Jugendliche erhalten Berufsperspektiven“ werden in einem neuen Projekt weitergenutzt. Er wirkte an einem Modellversuch des Instituts für Berufsbildung der Uni Kassel mit, bei dem fünf Schüler der Max-Eyth-Schule während eines Praktikums bei der Kasseler Firma Antrok Anlagentechnik auf eine Ausbildung vorbereitet wurden.

Um die Berufsreife zu erreichen, gab es nicht nur genaue Anweisungen am Arbeitsplatz, sondern die studentischen Betreuer begleiteten die Jugendlichen auch bei Behördengängen und bezogen deren Eltern mit ein. Drei Teilnehmer werden mittlerweile bei Antrok ausgebildet. (prs)

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