Städtebaulicher Wettbewerb soll Weg für Bebauung des Jägerkasernengeländes weisen

Ideen fürs Wohnen gesucht

Zwischen Auestadion und Park Schönfeld entsteht ein neues Wohnquartier: Der Bauträger Immovation will ab 2016 das Kernstück des Jägerkasernengeländes bebauen. Die Spitze am unteren Bildrand ist nahezu voll mit neuen Wohnungen. Repro:  HNA / Planung und Geoinformation Stadt Kassel

Kassel. Ein viereinhalb Hektar großes Areal auf dem Gelände der früheren Jägerkaserne soll ab 2016 zur größten Wohnungsneubaufläche im Stadtgebiet werden. Platz für mehrere Hundert Wohnungen wäre auf dem Gelände, das zurzeit noch von der Busgesellschaft Regionalverkehr Kurhessen (RKH) genutzt wird. Wegen der Größe des Quartiers, das am Park Schönfeld entsteht, sollen die Rahmenbedingungen für die Entwicklung nun in einem städtebaulichen Wettbewerb gefunden werden.

Bis Mitte Mai sind Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner aufgerufen, ihre Ideen einzureichen. Die Kasseler Immovation AG, die das Gelände vor Monaten gekauft hat und entwickeln will, hat für den Wettbewerb Preisgeld von insgesamt 45 000 Euro ausgelobt. In der Jury mitbestimmen sollen neben namhaften Planern aus dem ganzen Bundesgebiet auch Vertreter der Stadt Kassel sowie aller Fraktionen im Rathaus.

Immerhin entspreche das entstehende Wohngebiet zwischen Auestadion und Park Schönfeld fast einem kleinen Stadtteil, sagte Immovation-Vorstandsmitglied Robert Hartmann, der zugleich Geschäftsführer einer für das Vorhaben gegründeten Projektgesellschaft ist. „Mit dem Ideenwettbewerb möchten wir eine städtebauliche Lösung finden, die den vielfältigen Ansprüchen des urbanen Lebens auch in Zukunft gerecht wird“, sagte er.

Auf enge Planungsvorgaben, wie etwa Regeln zur Dichte der Bebauung, wurde laut Hartmann bewusst verzichtet, „um eine möglichst große Palette von Lösungsvorschlägen zu erhalten“. Rund um den Schwerpunkt Wohnen sei alles denk- und vorstellbar für das Gelände: Mietwohnungen in Geschossbauweise, Stadtvillen für Wohnungskäufer, Lösungen für betreutes Wohnen oder auch Wohnraum für Studenten.

Voraussichtlich am 25. Juli will die Wettbewerbsjury vorstellen, was den Planern für das Gelände eingefallen ist. Anschließend sollen die Beiträge und Konzepte öffentlich ausgestellt werden.

Geschäftsführer Hartmann sagte, der Immovation AG sei es wichtig, dass die Bau-Entwicklung auf dem Kasernengelände „von möglichst vielen Beteiligten mitbestimmt und getragen“ werde.

Die RKH sowie eine Bahn-Tochterfirma haben noch bis Ende 2015 Mietverträge auf dem Gelände. Danach soll die Erschließung zu Wohnzwecken in mehreren Bauabschnitten vonstattengehen – auch dafür soll der Wettbewerb Lösungen liefern und Grundlage für die Aufstellung eines Bebauungsplans sein.

Die Ausschreibung des Wettbewerbs ist im Internet veröffentlicht unter

www.competitionline.com

Von Axel Schwarz

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