Bewerbungen sind noch bis Ende Januar möglich

Tauschbörse: Verein Kassel-West lobt Wettbewerb für Bücherzelle aus

Im Stadtteil beliebt: Auch Marius Pape schätzt das Angebot. Archivfoto: Herzog

Kassel. Einsatz für die Bücherzelle im Vorderen Westen: Weil die Telekom die als Mini-Bibliothek dienende alte Telefonzelle an der Querallee abbauen und verschrotten will, soll rechtzeitig Ersatz geschaffen werden.

Der Verein Kassel-West hat nun einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem jeder seine Ideen einreichen kann.

Einen neuen Standort gibt es ebenfalls. Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) will nach Angaben des Vereins den Vorplatz ihres Grundstücks an der Querallee 40-44 zur Verfügung stellen - nur wenige Meter vom derzeitigen Standort entfernt.

Die beiden Initiatorinnen der Mini-Bibliothek, Lisa Hochmuth und Dorothea Kröll, der Verein Kassel-West und der Ortsbeirat wollen alles daransetzen, um die ungewöhnliche Tauschbörse im Stadtteil zu erhalten. Der Verein Kassel-West hat den Entwurf für eine neue Bücherzelle und deren Bau nun in einem offenen Realisierungswettbewerb ausgeschrieben. Für die erste Phase, der Teilnahmebewerbung, endet die Frist am 31. Januar. Die neue Bücherzelle soll im Juni aufgestellt werden.

„Teilnehmen an dem Wettbewerb kann jeder, der sich auch bereit erklärt, das Objekt gegebenenfalls zu realisieren. Aufgerufen sind Künstlerinnen und Künstler, aber auch zum Beispiel Handwerksbetriebe können sich daran beteiligen“, erklärt Andreas Schmitz, Vorsitzender von Kassel-West. Aufgabe sei es, eine Büchertauschbörse zu entwerfen, die insgesamt etwa sechs laufende Meter Bücher mit 30 Zentimeter Höhe fassen kann. Die Bücher müssen vor Regen und Wind geschützt untergebracht werden können. Eine Tür soll sich selbstständig schließen. Die Tauschbörse muss barrierefrei erreichbar sein. Gefordert ist zudem ein pflegeleichtes und robustes Material, um gegen Vandalismusschäden möglichst gut gewappnet zu sein.

Finanziert werden soll die künstlerisch gestaltete neue Büchertauschbörse durch den Verkauf von ideellen Anteilen an dem Objekt. Der Verein Kassel-West kalkuliert mit Kosten einschließlich Honorar von 5000 Euro. Der Verkauf der Anteilsscheine soll Mitte Januar beginnen.

In der Jury, die die eingereichten Arbeiten bewerten wird, sind vertreten: Dorothea Kröll, Lisa Hochmuth (Initiatorinnen), Andreas Schmitz (Vorsitzender Kassel-West e. V.), Holger H. Möller (stellvertretender Vorsitzender), Irene Albers-Richter, Hans-Helmut Nolte (beide Vorstand Kassel-West), Wolfgang Rudolph (Ortsvorsteher), Stefan Eigenbrodt (Arbeiterwohlfahrt) und Architekturmaler Werner Krömeke. (els)

Weitere Informationen unter www.vorderer-westen.net

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