HNA-Markt: Idyllisches Nordhessen in Bildern

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Werke aus dem Nachlass: Rüdiger Sommer hält eines der vielen großformatigen Gemälde seines Vaters in den Händen.

Ob ein Ausblick von der Heckershäuser Höhe, Dorfansichten des alten Vellmar oder der Dörnberg – immer wieder der Dörnberg: Die Bilder des Künstlers und Heimatmalers Hans-Gerhard Sommer spiegeln seine tiefe Verbundenheit zur nordhessischen Region wider.

„Bei meinem Vater musste alles großformatig sein“, sagt Rüdiger Sommer. Nach dem Tod seiner Eltern löst er deren Haushalt auf und bietet in diesem Zusammenhang zahlreiche Gemälde seines Vaters zum Verkauf an.

Großformatige Bilder

Tatsächlich hat der Künstler offensichtlich gern auf großflächige Untergründe gemalt, mit Öl-, aber auch Aquarellfarben, auf Leinwand ebenso wie auf Holz. Die Motive zeigen häufig panoramenartige Ausschnitte der nordhessischen Landschaft. Dabei lohnt sich ein zweiter Blick: Mit Liebe zum Detail sind Miniaturszenen eingestreut. Da lenkt ein Bauer die Egge hinter einem Pferdegespann über das Feld, dort treibt jemand eine Herde Kühe durch die Landschaft vor sich her. Rehe äsen, Pferde grasen, Vögel fliegen durch die weite Landschaft – Idylle pur, gepaart mit einem Hauch Nostalgie. Der Heimatmaler war auch ein engagierter Naturschützer – auch diese Passion schlägt sich unverkennbar in seinen Bildern nieder.

Sommer stammte aus einer Künstlerfamilie. Er studierte an der Kunstgewerbeschule und dann an der Kunstakademie in Kassel bei Professor Kay H. Nebel. Zahlreiche seiner Werke präsentierte Hans-Gerhard Sommer im Rahmen einer Ausstellung Anfang der 1990er-Jahre im Vellmarer Rathaus. Dort hängen noch heute einige der Gemälde – die Gemeinde kaufte damals ein knappes Dutzend Bilder an.

Sein Interesse galt jedoch nicht nur der Malerei. Er fertigte auch Skulpturen aus verschiedenen Materialien und zu unterschiedlichen Themen.

Bildergalerie

HNA-Markt: Werke aus dem Nachlass des Malers und Bildhauers Hans-Gerhard Sommer zu verkaufen

Besonders anrührend ist eine komplett schwarz verhüllte Figur, die mit nackten Füßen auf dem Boden hockt und den Kopf in eine Hand stützt. Unter dem Boden der Skulptur klebt ein Zettel mit einer Notiz des Malers: „Nach dem Inferno“, so der Titel, „in Gedenken an meine Tante Eta, die beim großen Bombenangriff auf Kassel nur mit Not das nackte Leben retten konnte“. gewidmet hat. Diese überlebte nur knapp den Bombenangriff auf Kassel im Oktober 1942“.

Diese Notiz ist auch für Rüdiger Sommer neu. Er würde sich freuen, wenn die Werke seines Vaters die Heimat- und Naturverbundenheit der künftigen Besitzer repräsentieren.

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