Rücklagen abgeschmolzen

IHK beschließt Erhöhung

Kassel. Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg hat in ihrer jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit einer moderaten Beitragsanhebung zugestimmt.

Dabei handelt es sich um die erste Erhöhung seit 20 Jahren.

Wegen hoher Überschüsse waren die Beiträge in den vergangenen acht Jahren um insgesamt 41,4 Prozent gesenkt worden. Grund für die jetzige Anhebung sind neben dem starken Abbau der Rücklagen in den zurückliegenden Jahren sowie der Verlangsamung des Ertragsanstiegs bei den Mitgliedsunternehmen auch die steigenden Ausgaben, insbesondere im Bereich der Digitalisierung und der Fachkräftesicherung.

Ohne die Beitraganhebung mit einem Volumen von 1,3 Millionen Euro würde die Ausgleichsrücklage – ein Puffer für Schwankungen beim umsatz- und ergebnisabhängigen Teil der Einnahmen – bis 2018 auf 1,2 Mio. schrumpfen und damit eine empfohlene Untergrenze stark unterschreiten, argumentierten Präsidium und Hauptamt.

Kammerkritiker Kai Boeddinghaus konnte sich mit seinem Antrag, auf die Gebührenanhebung zu verzichten, nicht durchsetzen. Mit ihm stimmte nur eines der 48 anwesenden Mitglieder mit nein. Fünf enthielten sich. Nur die Hälfte der 75.000 Mitgliedsunternehmen zahlen überhaupt Gebühren. In der untersten Beitragsgruppe (bis 26.000 Euro Jahresertrag) steigt der Grundbeitrag nun um 15 auf jährlich 50 Euro, in der Gruppe über 36.000 Euro Ertrag um 30 auf 380 Euro. Großunternehmen zahlen hier künftig 13.000 statt 10.000 Euro. Beschlossen hat die IHK zugleich eine kräftige Anhebung der Prüfungsgebühren, die ebenfalls seit 20 Jahren nicht mehr erhöht wurden.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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