Er tritt gegen Viessmann an

Kai Boeddinghaus will IHK-Präsident werden

Kai Boeddinghaus

Kassel. Kammerkritiker Kai Boeddinghaus kandidiert für das Amt des Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg und tritt somit zum dritten Mal gegen Amtsinhaber Dr. Martin Viessmann an.

Die Mitglieder der Initiative „Kammern ohne Zwang - Hessen“ (KOZ), die unlängst in die Vollversammlung der IHK gewählt wurden, haben den 54-Jährigen einstimmig nominiert.

Wie berichtet, war es Boeddinghaus bei den Kammerwahlen gelungen, 14 Mitstreiter in die 77-köpfige Vollversammlung zu bringen. Darüber hinaus dürfte er bis zu zehn Sympathisanten im Gremium haben, die sich nicht offen zu den Kammerkritikern bekennen, so dass Boeddinghaus bis zu 25 Stimmen auf sich vereinigen könnte.

Boeddinghaus erklärte, dass mit einer Alternativ-Kandidatur deutlich gemacht werde, dass es innerhalb der Kammer unterschiedliche Meinungen über die Ausrichtung der IHK gäbe. „Das muss dann auch personell zu einer echten Auswahl führen und über ein entsprechendes Wahlergebnis deutlich werden“, betonte er. Er verwies zudem darauf, dass kleine und mittelständische Unternehmen in der Führung der IHK Kassel-Marburg „völlig unterrepräsentiert“ seien.

Die erneute Kandidatur von Viessmann beurteilt die KOZ kritisch. Es gebe keinen Zweifel daran, dass Viessmann trotz aller inhaltlichen Differenzen Dank und Anerkennung für sein jahrelanges Engagement an der Spitze der IHK Kassel-Marburg verdiene. Allerdings ist aus Sicht der Initiative seine jetzige Kandidatur ein Ausdruck von mangelnder Reformfähigkeit der Kammer. „Die Kandidatur von Dr. Viessmann steht somit für das Beharren der konservativen Traditionalisten, die den notwendigen Reformen in der IHK-Organisation eher im Wege stehen.“

Die KOZ-Initiative werde sich kreativ und konstruktiv in die Arbeit der IHK Kassel-Marburg einbringen, um bei Themen wie Demokratie, Transparenz, Beitragsgerechtigkeit und Beitragssenkungen weiter voranzukommen.

Von José Pinto

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