Wer Feuerwerk kauft und verwendet, sollte auf Sicherheit bedacht sein

Illegale Böller gefährlich

Feuerwerksraketen „Made in Germany“: Die Weco GmbH im nordrhein-westfälischen Eitorf ist der letzte deutsche Hersteller von Silvesterraketen. Rund zwei Drittel des Silvesterfeuerwerks kommen inzwischen aus China. Foto: dapd

Kassel. Seit gestern wird Feuerwerk verkauft. Wer das neue Jahr mit lauten Knallern oder bunten Raketen begrüßen will, sollte sich vergewissern, dass nur sichere Qualitätsprodukte in der Einkaufstasche landen. Illegales Feuerwerk ist nicht nur strafbar, sondern kann auch lebensgefährlich werden.

Damit das neue Jahr nicht in der Notaufnahme beginnt, sollten beim Umgang mit Feuerwerkskörpern Sicherheit und Sorgfalt an erster Stelle stehen.

In Deutschland darf nur geprüftes Feuerwerk verkauft, gekauft und angezündet werden. Feuerwerkskörper sind in zwei Kategorien eingeteilt.

Für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen sind nur Feuerwerkskörper der Klasse 1. Dazu gehören Wunderkerzen, Tischfeuerwerk und Knallbonbons. Diese weniger gefährliche Art von Feuerwerkskörpern darf auch das ganze Jahr über verkauft werden. Aber auch bei den harmlosen Knallern sollten Eltern ihre Kinder beaufsichtigen. Der Verkauf von Feuerwerkskörpern der Klasse 2 ist nur vom 29. bis zum 31. Dezember und nur an Erwachsene erlaubt. Zu dieser Klasse gehören Knallfrösche, Schwärmer, Luftpfeifen, Vulkane, Raketen oder Fontänen.

Die ab diesem Jahr hergestellten Feuerwerkskörper der Kategorien 1 und 2 müssen mit dem CE-Zeichen und einer Registriernummer gekennzeichnet sein (zum Beispiel CE 0589-F1-0… oder CE 0589-F2-0…). Bis 2017 dürfen auch noch pyrotechnische Gegenstände der Klassen 1 und 2, die vor dem 1. Oktober 2009 von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zugelassen wurden, verkauft und verwendet werden. Diese Feuerwerksartikel tragen entsprechende Zulassungszeichen (zum Beispiel BAM PI-Nr. ... oder BAM PII-Nr. ...).

Der Umgang mit nicht zugelassener Pyrotechnik ist strafbar und kann laut Sprengstoffgesetz mit einer Geldstrafe oder mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Hohe Sprengkraft

Abgesehen davon ist der Einsatz illegaler Sprengkörper aus dem Ausland zudem gefährlich. Auf dem Schwarzmarkt werden oft ungeprüfte Produkte angeboten, die häufig aus China stammen. Auch die Sprengkraft von sogenannten „Polen-Böllern“ ist gefährlich hoch, weil im Nachbarland noch andere Inhaltsstoffe für das Feuerwerk zugelassen sind. (ach)

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