Amnestie läuft aus 

Illegale Waffen müssen vor dem 1. Juli bei der Polizei abgegeben werden

Kassel/Kreis Kassel. Nur noch wenige Tage Gnadenfrist haben Besitzer von illegalen Waffen oder Munition. Geben sie diese noch vor dem 1. Juli bei einer Polizeidienststelle in Stadt und Kreis Kassel oder der zuständigen Waffenbehörde (in Kassel: Ordnungsamt) ab, bleiben sie straffrei.

Danach läuft die aktuelle Amnestie-Regelung aus. Seit Beginn der Regelung im Juli vergangenen Jahres zählte man im Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel 201 (Stand 31. Mai) illegale Waffen, die bei Behörden oder Polizei-Dienststellen in Nordhessen abgegeben wurden, berichtet Polizeisprecher Jürgen Wolf. Hessenweit wurden nach Angaben des Innenministeriums bis Ende Mai rund 900 Waffen zu den Behörden gebracht.

Wer eine Waffe geerbt oder auf dem Dachboden gefunden und sie noch nicht abgegeben hat, sollte nun schnell handeln. Zumal für die Abgabe in der Behörde bereits an diesem Freitag, 29. Juni, Schluss ist, weil der 1. Juli auf einen Sonntag fällt.

Ziel der Waffenamnestie, die am 6. Juli 2017 begann, ist es, Waffenbesitzern die Möglichkeit zu geben, illegale oder geerbte Waffen straffrei und unbürokratisch abzugeben. Darunter fallen beispielsweise Nunchakus (Würgeholz), Wurfsterne, Einhandmesser, Butterfly-Messer und jegliche Schusswaffen, ob „scharfe“ oder sogenannte Schreckschusswaffen.

Der Transport von Waffen und Munition ist mit Gefahren verbunden. Kassels Polizeisprecher Torsten Werner weist darauf hin, dass Schusswaffen entladen transportiert werden müssen.

Hieb-, Stoß- oder Stichwaffen sollten Waffenbesitzer ebenfalls gut verpacken. Bei Unsicherheiten beim Umgang mit Waffen, Munition oder auch Sprengmitteln sowie unbekannten Stoffen sollte zunächst Kontakt mit der Polizei aufgenommen werden, rät Werner. So könne man die Modalitäten einer gefahrlosen Übergabe abstimme.

Rubriklistenbild: © Lino Mirgeler/dpa

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