Planungen für Fest nach historischem Vorbild August laufen

Bergpark: Im Ballhaus soll wieder getanzt werden

Prachtvoller Saal: Nach über 100 Jahren soll es im Ballhaus neben Schloss Wilhelmshöhe wieder eine Tanzveranstaltung geben.
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Prachtvoller Saal: Nach über 100 Jahren soll es im Ballhaus neben Schloss Wilhelmshöhe wieder eine Tanzveranstaltung geben. Die ist für Ende August geplant. Archivfoto: Lothar Koch

Aus heutiger Sicht klingt es fast zu schön, um wahr zu sein. Doch die Vorbereitungen für eine größere Tanzveranstaltung im frisch sanierten Ballhaus neben Schloss Wilhelmshöhe laufen bereits. Die soll am Samstag, 28. August, nach historischem Vorbild stattfinden. Es wäre seit über 100 Jahren der erste Ball im Ballhaus. Und das ausgerechnet nach Monaten großer Einschränkungen durch Corona.

Kassel - „Der Ball soll so angelegt sein wie um 1900. Vielleicht kommen sogar einige Gäste mit passenden Kleidern“, sagt Initiator Thomas Träbing. Der hat bereits einige Erfahrungen mit dem karnevalistischen Kasseler Prinzenball gesammelt und für die Veranstaltung im Ballhaus einen Förderverein gegründet.

Er habe nicht lange zögern müssen, als er von der Idee gehört habe, sagt Martin Eberle der Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK). Gemeinsam habe man jetzt ein Konzept auf die Beine gestellt, mit dem eine Tanzveranstaltung in dem denkmalgeschützten Gebäude möglich sein soll. Natürlich stehe und falle alles mit den am Veranstaltungstag geltenden Corona-Vorschriften. Doch wenn es die behördlichen Auflagen zulassen sollten, werde mit begrenzter Teilnehmerzahl im ausgeräumten Ballsaal getanzt.

Unter dem Motto „Tanzen und Wandeln im Weltkulturerbe“ soll die Band „Only 4 You“ aufspielen. Man habe den prachtvollen Ballsaal bereits mit der Reihe Kultur unterm Kronleuchter für das Publikum geöffnet, sagt Eberle. Eine Tanzveranstaltung nach historischem Vorbild sei der nächste Schritt.

Veranstalter ist der Förderverein für Ball- und Tanzkultur in Kassel in Kooperation der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) und der Grimmheimat Nordhessen. Zum geplanten Programm gehören auch gastronomische Angebote. Zwischen Ballhaus und Schloss soll es Weinstände geben, für den Bierverkauf sind die Kasseler Steckenpferd Biermanufaktur (Kastenalsgasse) und die Hütt Brauerei vorgesehen. Wenn alles klappt, dann bietet der Kochclub Kassel nordhessische Schmeckewöhlerchen an. Kaffee und Gebäck reicht Götz Ohlendorf von „Herz und Bohne“. Musikschulen sollen sich präsentieren, im Außenbereich ist eine festliche Bestuhlung vorgesehen. Ein Pendelservice vor und nach der Veranstaltung ist ebenfalls vorgesehen.

„Wir haben der Stadt Kassel angeboten, Modellprojekt für Veranstaltungen unter Einfluss der Pandemie zu werden, damit auch hier Erfahrungen gesammelt werden können“, sagt Thomas Träbing.

Auch der Preis für die Ballkarte steht bereits fest. Für 80 Euro pro Person ist man dabei. Fünf Euro gehen als Spende an die pädagogische Jugendarbeit der MHK. Den erwirtschafteten Gewinn will der gemeinnützige Verein für den Tanznachwuchs investieren.

Bevor der Vorverkauf beginnen kann, sind noch Gespräche unter anderem mit dem Gesundheitsamt nötig. Sobald es grünes Licht gibt, soll der Endspurt für den Ball im Ballhaus beginnen. (Thomas Siemon)

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