Im Kasseler Renthof wird’s wohnlich: Zur documenta muss alles fertig sein

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So wird es sich im Renthof wohnen: In einem schon fertigen Musterzimmer (von links) Planer Joachim Groger (Architektengemeinschaft Groger Grund Schmidt, Kassel) sowie die Mitinhaber Rainer Holzhauer und Kirstin Homburg-Kleinkauf. 

Kassel. Vor der documenta muss alles fertig werden: Während der Innenausbau des historischen Renthofs zum Hotel auf Hochtouren läuft, kann man sich bereits erste Eindrücke von der künftigen Wohnatmosphäre im ältesten Bauwerk der Innenstadt verschaffen.

Die Betreiber haben ein Musterzimmer fertigstellen lassen und zeigen Impressionen auf ihrer Website www. renthof-kasssel.de

Dort sind jetzt die 55 Zimmer und Suiten online buchbar – ab Mai, dem aktuell angepeilten Monat der Eröffnung. Laut Buchungskalender im Netz ist das Haus an diversen Tagen im Sommer ausreserviert – „obwohl wir bisher praktisch noch gar keine Werbung gemacht haben“, sagte Mitinhaber Rainer Holzhauer.

Im Inneren läuft der Ausbau zum Hotel: Der Renthof nahe Altmarkt und Fulda, im Hintergrund die Alte Brüderkirche. F

Neben dem „Grischäfer“-Gastronomen, der schon seit langem die zum Bauensemble gehörende Alte Brüderkirche als Veranstaltungsort bespielt, stehen das Unternehmerpaar Uwe Kleinkauf und Kirstin Homburg-Kleinkauf (Well Group) hinter dem Hotelprojekt. Momentan werden auf der Baustelle die Zimmer hergerichtet, wobei die Handwerker und Einrichter sich vom Dachgeschoss abwärts vorarbeiten. „In die 3. Etage würde man in etwa zwei Wochen einziehen können“, sagt Rainer Holzhauer: „Es wird von Tag zu Tag schöner.“

Was die ersten Fotos zeigen, wirkt in der Tat ansprechend: Verspielte Blumentapeten und edle Marmorbadezimmer kontrastieren mit Fachwerkbalken und freigelegten Steinmauerwänden aus dem 13. Jahrhundert. Das bisher Gezeigte hat allerdings nur Beispielcharakter fürs Wohngefühl: Jedes Zimmer soll nach den Plänen der Betreiber ein individuelles Einrichtungs-Gepräge erhalten. Für den Ostflügel zur Kettengasse hin, in den 1960ern angebaut, ist gehobenes Design aus der Mitte des 20. Jahrhunderts vorgesehen.

In den künftigen öffentlichen Gastronomiebereichen parterre, zu denen auch der Kreuzgang-Innenhof des mittelalterlichen Karmeliterklosters gehört, ist noch nicht so viel fertiggestellt wie auf den Wohn-Etagen. „Wir legen immer noch historische Baudetails frei und müssen uns dann dazu etwas einfallen lassen“, sagte Tobias Krechel, der sich ums Marketing des Renthof-Projekts kümmert. Zuletzt ist etwa unter Wandverkleidungen ein weiterer prächtiger Steinbogen aufgetaucht – dieser wird künftig die Schauwand hinter dem Tresen der geplanten Hotelbar zieren.

Von etwa 50 benötigten Mitarbeitern sei bisher rund die Hälfte rekrutiert, sagte Rainer Holzhauer: „Wir suchen aber noch in allen Bereichen, uns fehlt zum Beispiel noch ein Restaurantleiter.“

Ein Küchenchef für die künftige Renthof-Gastronomie ist laut Holzhauer bereits berufen worden: Philipp Hühner habe seine Wurzeln in Kassel, habe nach seiner Ausbildung in Gudes „Pfeffermühle“ unter anderem in Frankreich und der Schweiz gearbeitet und sei zuletzt mit einem kleinen französischen Restaurant im Süden Hessens selbstständig gewesen.

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