Räume sind fast fertig

Im Victoriahaus gehen Arbeiten für Neubau der Stadtbibliothek voran

Die Decke bleibt offen: Heike Oehm, Amt für Hochbau und Carola Metz, Leiterin des Kulturamtes mit den Malern Jannik Sonnenschein und Rafael Szumny im Erdgeschoss der Bibliothek. Foto: Malmus

Kassel. Im Victoriahaus an der Fünffensterstraße herrscht geschäftiges Treiben. Die Arbeiten an den neuen Räumen der Stadtbibliothek gehen voran.

Auch der Zeitplan wird nun konkreter: In den alten Räumen im Rathaus ist die Stadtbibliothek bis Samstag, 24. Februar, regulär geöffnet und ab dem 26. Februar geschlossen, bevor die neuen Räume Ende März eröffnet werden sollen. Die Bibliothek zieht um, weil der Karlsstraßenflügel des Rathauses saniert wird.

„Es ist ein ehrgeiziger Fahrplan, aber wir sind zuversichtlich, dass alles rechtzeitig fertig wird“, sagt Markus Batschneider, Abteilungsleiter Planung im Kasseler Hochbauamt, bei der Vorstellung des Raumkonzepts für die neue Bibliothek. Die neuen Räume bieten mehr als nur Bücher: „Wir wollen, dass hier ein Treffpunkt für die Kasseler entsteht, die Leute sollen sich wohlfühlen wie in einem zweiten Wohnzimmer“, erklärt der Leiter der Stadtbibliothek, Knut Hoffmann.

Größte Neuerung ist die bessere Erreichbarkeit: Der Eingang befindet sich demnächst im Erdgeschoss des Victoria-Hauses und kann barrierefrei von der Fünffensterstraße erreicht werden, auch behindertengerechte Toiletten wird es geben.

„Wir berücksichtigen die veränderten Nutzungsgewohnheiten unserer Leser“, sagt Hoffmann, denn der Bibliotheksbesucher wolle sich heute nicht mehr hinter Büchern verstecken, sondern suche den Austausch mit anderen. Neben einem Veranstaltungsbereich mit Beamer und variabler Bestuhlung entsteht im Erdgeschoss ein Lesecafé mit Fenstern, die den Blick auf die Obere Königsstraße freigeben. Auch der Bestand an Hörbüchern, Bestsellern und ein kleines Schnupperangebot für Familien wird in diesem Stockwerk präsentiert.

Die Besonderheit ist eine rote Wand: Hier werden 2000 Bücher aus dem documenta-Kunstwerk „Parthenon der Bücher“ stehen. Dort wird ein für eine deutsche Bibliothek einmaliges Erlebnis geboten: Mit einer Virtual-Reality-Brille kann der Besucher einen Film über das Kunstwerk erleben, so als würde er selbst darüber hinwegschweben.

Wer arbeiten möchte, findet im Untergeschoss eine Ruhezone und Internetarbeitsplätze. Das W-Lan-Netz ist kostenfrei. Außerdem werden im Untergeschoss Sachbücher und Belletristik präsentiert.

Bisher zählt die Bibliothek 13 000 aktive Nutzer pro Jahr. „Mit dem modernen Konzept hoffen wir auf noch mehr Besucher“, sagt Bibliotheksleiter Hoffmann. Die Kosten für den Umbau und Umzug betragen 1,5 Millionen Euro.

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