Zahl der Fluggenehmigungen steigt

Sorge über Drohnen im Kasseler Luftraum

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Drohnen: Im Luftraum über Kassel und Umgebung sind immer häufiger Drohnen unterwegs.

Kassel. Im Luftraum über Kassel und Umgebung sind immer häufiger Drohnen unterwegs, die zum Teil mit Kameras ausgestattet sind. Drohnen sind eine Art kleine elektrisch betriebene Hubschrauber mit mehreren Rotoren, die wie ein Modellflugzeug ferngesteuert werden.

Wer kleinere Drohnen hobbymäßig nutzt, braucht dafür keine Fluggenehmigung. Allerdings ist es verboten, im öffentlichen Raum Videoaufnahmen mit in die Drohnen integrierten Kameras zu machen. Erlaubt ist das ausschließlich auf dem eigenen Grundstück, erklärt ein Sprecher des Hessischen Datenschutzbeauftragten. Für den Umgang mit den Drohnen gälten die gleichen Regeln wie für Videoüberwachung.

Vielen Technikliebhabern, die in der Freizeit Drohnen steigen lassen und die Bilder in Echtzeit auf einem Mobiltelefon oder einen kleinen Computer empfangen, ist das offenbar nicht bewusst. Die Geräte sind ab 100 Euro im Elektronikhandel erhältlich oder können selbst gebaut werden.

Vor wenigen Tagen schwirrte mehrere Minuten lang eine Drohne mit blinkendem Kameralicht über der Dachterrasse eines Anwohners der Kölnischen Straße. Wer das Gerät fernsteuerte, war nicht zu erkennen. Kontrolliert wird das Verbot, mit Drohnen zu filmen, nicht. Fotos sind erlaubt, solange die Persönlichkeitsrechte von abgebildeten Menschen nicht verletzt werden.

Für die gewerbliche Nutzung von Drohnen braucht man eine Erlaubnis. Sie werden von Profifotografen für Luftaufnahmen und in der Industrie zur Inspektion und Vermessung von Bauwerken oder technischen Anlagen eingesetzt. 2012 wurden beim Regierungspräsidium Kassel 35 Aufstiegsgenehmigungen mit zwei Jahren Gültigkeit und fünf Einzelerlaubnisse erteilt. Dieses Jahr waren es bislang elf Allgemein- und zwei Einzelerlaubnisse. 2010, als die Technik noch nicht so verbreitet war, gab es lediglich drei Anträge. (rud) 

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