Immer mehr Müll landet in Kasseler Parks

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Flaschen, Essensreste und auch Wasserpfeifen: Die Mitarbeiter der Museumslandschaft Hessen Kassel müssen immer mehr Müll aus der Karlsaue und dem Bergpark Wilhelmshöhe entsorgen.

„Die Menschen sind gleichgültiger geworden. Sie sind der Ansicht, dass es doch Personal gibt, das ihren Abfall später wegräumt“, beschreibt Michael Boßdorf, Leiter der Gärten der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK), die Entwicklung in den vergangenen Jahren.

Keine einfache Situation für die Mitarbeiter der Parkanlagen: Während einige immer mehr Müll auf den Grünflächen einfach liegen lassen, beschwerten sich andere Besucher, dass die Parks morgens um 9 Uhr noch nicht von dem Unrat befreit sind, sagt Boßdorf. Dabei habe er nicht die finanziellen Mittel, noch mehr Personal dafür abzustellen. Ein Mitarbeiter ist jeweils im Bergpark und in der Karlsaue täglich von 7 bis 16 Uhr damit beschäftigt, die Flächen zu säubern. In der Karlsaue sind das 150 Hektar, im Bergpark 240 Hektar. In der Karlsaue werden im Sommer pro Woche vier bis fünf Kubikmeter Müll eingesammelt.

Laut Boßdorf hat nicht nur die Verschmutzung, sondern auch der Vandalismus in den Parks in den vergangenen zwei Jahren zugenommen. Der Frühstückspavillon an der Neuen Galerie ist mehrfach mit Graffiti besprüht worden. „Jede freie Fläche wird beschmiert“, sagt Boßdorf. Kürzlich haben Unbekannte eine Bank in den Küchengraben geworfen, Fahrräder werden ohne Rücksicht an Zitronenbäumen angeschlossen.

Die Stadtreiniger sind vom Umwelt- und Gartenamt mit der Reinigung des benachbarten Buga-Geländes beauftragt worden. Nach Angaben von Christian Herbort (Stadtreiniger) ist die eingesammelte Menge mit 35 Tonnen Müll seit Jahren gleichbleibend. Allerdings würden immer mehr Menschen ihren Hausmüll auf dem Buga-Gelände entsorgen.

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