Nachgefragt bei Kasseler Kaufleuten

Immer noch kein Weihnachtsgeschenk? Tipps für Kurzentschlossene

Konkurrenz für den Tannenbaum: Ingrid Fröseth rät zu glitzernden Ringen - klein ab 19,90 Euro oder riesig wie dieses Exemplar für 169 Euro; Ohrringe 89,90 Euro. Konplott, Wilhelmsstraße 8, heute von 10.30 bis 19 Uhr geöffnet, Heiligabend 10.30 bis 12 Uhr.

Kassel. Am Dienstag ist Heiligabend. Wer jetzt noch kein Geschenk hat, muss sich sputen. Am letzten Einkaufswochenende vor Weihnachten drängten sich die Menschen im Getümmel der Innenstadt.

Auch Christina Dubian war mit ihrer Familie am Samstag unterwegs. Die Weihnachtsgeschenke hat die 38-Jährige zwar fast alle zusammen. Doch einen großen Wunsch gibt es noch: ein Klavier. „Das kaufen wird dann für die ganze Familie“, sagt die Kasselerin, die sich im Musikhaus Eichler über das Angebot informierte. Töchterchen Lena (8) soll im nächsten Jahr Klavierunterricht bekommen. „Ich habe früher auch gespielt“, sagt die Mutter, die wieder damit anfangen will.

Ein Klavier ist eine Anschaffung fürs Leben, da fällt die Entscheidung nicht leicht. Kunden, die auf die Schnelle noch ein Geschenk für die Lieben suchen, empfiehlt Frank Eichler ein Cajon - ein brasilianisches Rhythmusinstrument. „Das ist ein Verkaufsschlager“, sagt der Chef des gleichnamigen Musikhauses am Ständeplatz, „sehr toll und für die ganze Familie einsetzbar.“ Und mal was anderes als eine Blockflöte.

Ein Instrument für die ganze Familie: Das brasilianische Cajon, präsentiert von Frank Eichler, ist ab 99 Euro zu haben und ein Verkaufsschlager im Musikhaus Eichler, Ständeplatz 13. Öffnungszeiten heute 9.30 bis 18.30 Uhr, Heiligabend 9.30 bis 13 Uhr.

Oder wie wär’s mit einem Reisegutschein für ein romantisches Wochenende zu zweit unterm Weihnachtsbaum? „Musicalreisen sind sehr begehrt“, sagt Klaus Spohr, Inhaber des Reisebüros Wimke. „Nach London oder zum Phantom der Oper nach Hamburg. Nach wie vor zieht auch der König der Löwen.“ Auf ein Reisedatum festlegen müssen sich die Kunden laut Spohr noch nicht, das kann später bestimmt werden.

Wer es sich lieber auf dem heimischen Sofa mit einem Buch gemütlich macht, dem legt Birgit Stuber von der Buchhandlung Vietor

die Erzählungen der diesjährigen Nobelpreisträgerin Alice Munro ans Herz. „Der erste Nobelpreis, der wieder lesbar ist“, sagt die Buchhändlerin. „Das geht in Mengen weg“, ergänzt Inhaber Jochen Weiss. Ebenfalls begehrt und ein Geschenk mit Lokalkolorit: Die „Bilder unserer verlorenen Stadt“ über das alte Kassel. „In zwei Tagen ist der weg“, sagt Weiss über den Bildband.

Erste Töne auf dem Klavier: Lena mag Musik und soll im nächsten Jahr Klavierunterricht bekommen. Im Musikhaus Eichler probierte die Achtjährige verschiedene Instrumente aus – vielleicht gibt es zum ersehnten Kuscheltier auch ein Klavier zu Weihnachten. Fotos: Koch

Wer auf der Suche nach etwas Besonderem aus der Region ist, sollte einen Blick in die Verkaufsausstellung der Kasseler Handwerkskammer werfen. Das Angebot reicht von Kuscheltieren über Schmuck bis hin zu Krawatten aus Fischleder. „Das sind fast alles Unikate“, sagt Gabriele Britze. „Denn es ist Handarbeit.“ Gern gekauft würden zum Beispiel die Messerblöcke. „Die gehen erstaunlich gut.“

Reinhild Deiselmanns Tipp für ein Last-Minute-Geschenk für Kinder ab einem Jahr ist eine Handpuppe. Damit könne man nichts falsch machen, sagt die Inhaberin des Geschäfts „Schöner spielen“. Besonders beliebt und oft gekauft worden seien in diesem Jahr Kinderkrippen von Ostheimer sowie Unimogs, Kranwagen und Traktoren aus Holz.

Wer etwas Funkelndes unter den Weihnachtsbaum legen will, greift zu einem Schmuckstück. „Kleine Ringe sind total beliebt“, sagt Konplott-Verkäuferin Ingrid Fröseth. In dem Geschäft an der Wilhelmsstraße gibt es sie in vielen Farben aus geschliffenem Glas – das schont den Geldbeutel. (els)

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