Ausfalltage in Stadt und Kreis aber über dem Landesdurchschnitt

Immer weniger fehlen krank am Arbeitsplatz

Kassel. In Stadt und Landkreis Kassel waren 2012 weniger Erwerbstätige erkrankt als im Jahr zuvor. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK hervor.

Demnach sanken die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen von 4,5 Prozent im Jahr 2011 auf 4,3 Prozent im vergangenen Jahr. Damit hat die Region aber immer noch einen höheren Krankenstand als der Landesdurchschnitt. Der ist mit vier Prozent im Vergleich zu 2011 gleich geblieben. Bundesweit lag er 2012 bei 3,8 Prozent (3,9 Prozent 2011). Am häufigsten wurden die Beschäftigten in der Region aufgrund von Muskel- und Skeletterkrankungen wie Rückenleiden krankgeschrieben (27,7 Prozent). Auf Platz zwei kommen Erkrankungen des Atmungssystems (15 Prozent), auf Platz drei folgen psychische Erkrankungen. Verletzungen sind der vierthäufigste Grund für Krankschreibungen (15 Prozent). Außerdem erkranken die Beschäftigten häufig am Verdauungs- und Herz-Kreislauf-System, an Infektionen sowie am Nervensystem, den Augen und Ohren.

Bei den psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angstzuständen zeigt eine Langzeitanalyse für Hessen eine alarmierende Entwicklung: In den vergangenen zwölf Jahren sind die Fehltage bei psychischen Erkrankungen um 83 Prozent gestiegen.

Laut dem Report steigt beispielsweise das Risiko einer psychischen Störung, je öfter man außerhalb der Arbeitszeiten erreichbar ist. Jeder Vierte, der ständig erreichbar ist, leidet unter einer Depression. In Stadt und Landkreis Kassel gingen die Fehltage wegen psychischer Erkrankungen 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 Prozent zurück.

Ernst Jürgen Braun von der DAK-Gesundheit und Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamts Region Kassel, stellten die Ergebnisse am Donnerstag im Gesundheitsamt vor. (mkx) ZUM TAGE

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Von Mirko Konrad

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