Gute Wirtschaftslage steigert Wunsch nach Eigenheim

Immobilien in Kassel sind gefragter denn je

Kassel. Immer mehr Menschen wollen sich in Kassel ein Haus oder eine Eigentumswohnung kaufen. Vorausgesetzt, dass die Immobilie die richtige Lage hat. Bevorzugt werden nach wie vor die Stadtteile Bad Wilhelmshöhe, Brasselsberg, Harleshausen, Kirchditmold, Vorderer Westen, Wehlheiden, das Auefeld, aber auch Mitte.

„Die Nachfrage ist gut und das Angebot sehr knapp“, fasst Siegfried Putz, Pressesprecher des Maklerverbandes IVD in der Region, zusammen. Putz und sein Makler-Kollege Gerhard Kröger führen die gestiegene Nachfrage auf die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Kassel zurück. „Das ist das entscheidende Argument“, sagt Kröger und zählt SMA, VW und die Universität als wichtige Arbeitgeber auf. Hinzu komme die Finanzkrise: Wer sein Geld anlegt, vertraue eher auf Betongold als auf Aktien, sagt Putz. Entsprechend sei die Kundenzahl bei ihm um zehn bis 15 Prozent gewachsen.

Die gestiegene Nachfrage habe auch zu einem Preisanstieg geführt, sagt Putz. Er geht davon aus, dass Immobilien in guter Lage seit Ende 2010 im Durchschnitt um drei bis vier Prozent teurer geworden sind. Trotz der großen Nachfrage und des relativ geringen Angebots seien die Kunden nach wie vor wählerisch. Sie seien bereit, für eine gute Lage mehr Geld auszugeben. Neben den beliebten Kasseler Stadtteilen sei die Nachfrage auch im Speckgürtel, wie zum Beispiel Niestetal und Baunatal, gestiegen, sagt Kröger. Hingegen sei es beispielsweise schwierig, Immobilien in Helsa zu verkaufen.

Die niedrigen Zinsen bewegten auch viele Menschen dazu, jetzt ein Eigenheim zu kaufen. Seit 2010 gebe es eine „rege Nachfrage“ für Finanzierungen, sagt Michael Krath, Sprecher der Kasseler Sparkasse. Dieser Trend wird von Christina Hackenberg (Kasseler Bank) bestätigt. Die Nachfrage nach Kauf- und Neubaufinanzierungen sei sehr groß.  Nächste Seite

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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