Bauland ist Mangelware

Immobilienpreise in Kassel ziehen stark an

Kassel. Der Immobilienmarkt in Kassel boomt: Die Zahl der Verkäufe ist mit insgesamt 1950 im vergangenen Jahr um 21 Prozent gestiegen. Das geht aus dem Bericht des städtischen Gutachterausschusses für Immobilienwerte hervor.

Folge der hohen Nachfrage ist, dass die Preise deutlich angezogen haben.

Im Landkreis zeigte sich der Markt stabiler: Obwohl mit 3350 Verträgen zehn Prozent mehr Wohnraum verkauft wurde, legten die Preise nur geringfügig zu. In Kassel ist der Anstieg am stärksten bei Eigentumswohnungen spürbar, die den Besitzer wechseln: Hier haben sich die Preise innerhalb eines Jahres um 20 Prozent erhöht auf durchschnittlich 1400 Euro pro Quadratmeter. Auch bei Neubauwohnungen (2500 Euro) ist der Quadratmeterpreis um zehn Prozent gestiegen.

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Zum Vergleich: In Darmstadt liegt dieser Wert bei 3070 Euro. Nach Einschätzung von Siegfried Putz, Sprecher des Immobilienverbands Deutschland (IVD) für Nordhessen, hängt die hohe Nachfrage mit dem Trend zur sicheren Kapitalanlage in Betongold zusammen. Auch Häuser sind dem Bericht zufolge teurer geworden: Während die Verkäufe von bebauten Grundstücken um elf Prozent auf insgesamt 638 stiegen, kletterte der Durchschnittspreis für ein Einfamilienhaus um knapp sieben Prozent auf 220.000 Euro. Bei Doppelhaushälften liegt der Anstieg bei zwölf Prozent (167.000 Euro).

Das Interesse an Bauland ist ungebrochen: Die Zahl der Verkäufe von unbebauten Grundstücken (insgesamt 214) ist vergangenes Jahr um 50 Prozent gestiegen. Allerdings herrscht inzwischen weitgehend Ebbe auf dem Grundstücksmarkt. „Es wäre wichtig, neue Bauplätze auszuweisen, damit sich der Markt nicht weiter aufheizt“, sagt Immobilienmakler Putz. Trotz der Preissteigerungen, die für Kassel eine Aufholjagd bedeuteten, seien Immobilien hier noch vergleichsweise günstig.

Von Katja Rudolph

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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