Betroffene haben erhöhtes Risiko

Experte empfiehlt Corona-Impfung auch bei Brustkrebs

Corona-Impfung
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Frauen die an Brustkrebs leiden, sollten sich gegen Corona impfen lassen (Symolbild).

Frauen die an Brustkrebs leiden, sollten sich gegen Corona impfen lassen. Fragen und Antworten zu diesem und weiteren Corona-Themen.

Wieso ist eine Corona-Impfung für Brustkrebs-Patientinnen empfohlen? „Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie rät ganz klar zu einer Covid-19-Schutzimpfung“, sagt Prof. Dr. Thomas Dimpfl, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde am Klinikum Kassel. Der Grund: Krebspatientinnen mit einem Mammakarzinom hätten bei einer Infektion ein erhöhtes Risiko zu sterben. Er beobachte, so Dimpfl, dass Patientinnen vermehrt mit Unsicherheiten im Umgang mit der Impfung ins Klinikum kämen. „In den meisten Fällen sind die Sorgen unbegründet – ihre Ängste wollen wir ihnen mit einer grundsätzlichen Aufklärung nehmen.“

Gilt diese Empfehlung auch für andere Krebspatienten? „Bei Patienten mit einer aktiven Krebserkrankung ist das Immunsystem unter der Therapie bereits deutlich geschwächt“, sagt Prof. Dr. Martin Wolf, Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Immunologie am Klinikum Kassel. Der Körper könne sich dadurch weniger gut gegen eine Infektion wehren. Mit der Impfung lasse sich ein immunologischer Schutz aufbauen. „Vorher sollten sich die Patienten aber mit ihrem betreuenden Arzt absprechen“, so Wolf.

Wie haben sich die Zahlen entwickelt? Gerade einmal 12 neue Fälle hat das Gesundheitsamt gestern gemeldet – 7 für die Stadt Kassel und 5 für den Kreis. Deutlich zurückgegangen ist die Zahl der aktuell Infizierten: In Kassel um 51 auf 917, im Kreis um 34 auf 828. 95 Infizierte mussten gestern im Krankenhaus behandelt werden. Das sind 11 mehr als am Vortag. 34 von ihnen lagen auf einer Intensivstation (plus 6 im Vergleich zum Vortag). In Kassel gibt es zudem zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Warum sinkt die Zahl der aktuell Infizierten, wenn doch die Fallzahlen steigen? Die Zahl der aktuell Infizierten berechnet sich aus den Neuinfizierten, den Genesenen und den Todesfällen. Sind beispielsweise an einem Tag mehr Personen genesen als neu infiziert, sinkt die Zahl der aktuell Infizierten.

Wie sieht es bei der Sieben-Tage-Inzidenz aus? Sie ist sowohl in Kassel als auch im Kreis deutlich gesunken, liegt aber weiter deutlich über der 165er-Marke: In der Stadt bei 210,7 (Montag: 223,6), im Kreis bei 173,2 (Montag: 182,9).

Wo gibt es weitere Testzentren in Kassel? Die Johanniter-Unfall-Hilfe testet nun (mit Anmeldung) an der Knorrstraße 36 und (ohne Anmeldung) an der Julius-Leber-Straße 10. Außerdem gibt es nach Terminvereinbarung Tests in der Einhorn-Apotheke am Entenanger 7a. Alle Testzentren gibt es hier im Überblick. (Marie Klement)

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