Praxistage in heimischen Impfzentren: Jetzt werden Kassels Hausärzte geimpft

Ansicht von oben auf das Impfzentrum in der Kasseler Aueparkhalle.
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Kasseler Impfzentrum in der Aueparkhalle: Hier wird es am Wochenende voller.

Große Impfaktion in den Zentren in Kassel und Calden: Am Wochenende gibt es die sogenannten Praxistage. Hausärtze und medizinisches Personal werden geimpft.

Die Impfzentren in Kassel und Calden rüsten auf. Mehr Personal, mehr Schichten, mehr Impfstraßen, längere Öffnungszeiten. Denn neben den regulären Impfungen der ersten Priorisierungsgruppe erhalten ab heute zusätzlich Hausärzte und medizinisches Personal ihren Schutz vor dem Coronavirus. Wie berichtet, sollen in der Aueparkhalle bis Sonntag mehr als 4000 Menschen geimpft werden.

Weil der Wirkstoff Astrazeneca ausreichend vorhanden ist, hatte das Land Hessen Anfang der Woche die sogenannten Praxistage angekündigt. Darüber hinaus sind Lehrkräfte aus Grund- und Förderschulen sowie das Personal in der Kindertagesbetreuung in die zweite Impfkategorie aufgerückt.

Für diese Gruppe solle es in den ersten März-Wochen Termine geben, sagt Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle. Und Vizelandrat Andreas Siebert ergänzt: „Wir freuen uns, dass die geänderte Impfverordnung es ermöglicht, dass zumindest alle, die eng mit Kindern arbeiten, die Möglichkeit haben, schnell Impftermine zu erhalten.“

Da die Termine für Ärzte, Lehrer und Erzieher über die örtlichen Zentren vereinbart werden, weisen Landkreis und Stadt darauf hin, dass sich die angesprochenen Personen nicht parallel über die zentrale Vergabe des Landes Hessen anmelden.

Die Tatsache, vorerst nur Grund- und Förderschullehrer zu impfen, stößt auch auf Kritik. Der Impfplan treibe einen Keil in die Lehrerschaft, sagt Boris Krüger, Vorsitzender des Kreisverbandes des Deutschen Lehrerverbandes Hessen (dlh). Zudem sorgte ein Schreiben aus dem Amt für Schule und Bildung der Stadt für Verwirrung. Das erreichte Kassels Schulen und liegt der HNA vor.

Darin steht, dass sich das Impfangebot auch an Lehrer der Jahrgangsstufen fünf und sechs richte, die sich im Wechselunterricht befänden. Stadtsprecher Claas Michaelis stellt aber klar, dass es sich dabei nur um eine Datenerfassung handele. Geimpft werde nach der aktuell gültigen Verordnung.

Indessen befassen sich Apotheken mit der Teststrategie der Bundesregierung, die neben kostenlosen Antigen-Schnelltests vor allem Selbsttests vorsieht. Da diese Tests auch von Apotheken ausgegeben werden sollen, gibt es Überlegungen, wie Kunden mit den Tests vertraut gemacht werden können. Große Unterschiede gibt es bislang hinsichtlich der Testung von Kunden durch Apotheken. » 

Von Robin Lipke Und Anna Lischper

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