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Impfzentrum in Kassel schließt im April –Zukunft des Gebäudes weiter offen

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Von: Matthias Lohr

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Das Impfzentrum in Kassel im Ruruhaus. Zu sehen ist eine Impfkabine.
Hier wird gegen Corona geimpft: Seit Mitte Oktober ist das Ruruhaus Impfzentrum. Spätestens an Ostern soll dort Schluss sein. © Andreas Fischer

Das Impfzentrum im Kasseler Ruruhaus bleibt noch bis April geöffnet. Zuletzt gab es Gerüchte, dass es womöglich früher schließt.

Kassel – Es bleibt bei der ursprünglichen Planung. Als die Stadt im September verkündete, dass das Ruruhaus der documenta zum Impfzentrum wird, hieß es, man wolle die Impfbemühungen gegen Corona von Oktober bis Ostern erneut intensivieren. Eröffnet wurde die Einrichtung an der Treppenstraße am 17. Oktober. Ostern ist dieses Jahr am 9. April. Das Motto lautet also wie bei Winterreifen fürs Auto: von O bis O.

Anders als in Niedersachsen, wo Impfungen seit Jahresbeginn komplett von niedergelassenen Ärzten vorgenommen werden, halten hessische Städte wie Kassel an zentralen Einrichtungen fest. Allerdings hat das Impfzentrum nur noch an drei Tagen in der Woche geöffnet – donnerstags bis samstags von 10 bis 18 Uhr. Dabei soll es laut der Stadt bleiben.

Im Schnitt ließen sich derzeit etwa 100 Menschen am Tag impfen. Immunisiert wird nicht nur gegen Corona, sondern auch gegen Masern, Tetanus und Affenpocken.

Wie es ab April mit der Immobilie weitergeht, in der einst das Sportkaufhaus Sport-Arena untergebracht war, ist nach wie vor völlig unklar. Ein Sprecher der Stadt teilt mit: „Die Planungen zur künftigen Verwendung des Gebäudes werden zu gegebener Zeit kommuniziert.“

Das Ruruhaus ist als möglicher Standort für das documenta-Institut im Gespräch. Laut Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) ist es allerdings „sehr knapp bemessen – erst recht, wenn dort ein Zentrum mit erheblich mehr Raumbedarf untergebracht werden soll“.

Im Kasseler documenta-Institut soll nicht nur geforscht werden. Es soll auch Besucher anlocken. Für das Ruruhaus kann sich Stadtbaurat Nolda daher eher vorstellen, hier die Stadtbibliothek unterzubringen, wie er zuletzt auf Anfrage sagte.

Oberbürgermeister Christian Geselle, der als unabhängiger Bewerber zur Wiederwahl antritt, hatte sich zuletzt nicht mehr näher zum Standort für ein documenta-Institut geäußert, das er einst zur Chefsache erklärt hatte. Kritiker befürchten, dass das prestigeträchtige Projekt auf die lange Bank geschoben werden könnte.

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