In Helleböhn am Rewe-Markt

In Kassel gibt es Pizza nun auf Knopfdruck: Ein Roboter backt sie

Lukas Range holt sich eine Pizza am neuen Pizza-Automaten am Rewe-Markt in Kassel-Helleböhn.
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Wie ein Paket aus dem Briefkasten zieht Lukas Range die fertige Pizza im Karton aus dem Automaten.

Nun gibt es in Kassel einen Pizza-Automaten: Futuristisch kommt er daher, der neue Roboter auf dem Parkplatz des Rewe-Marktes Kelm in Helleböhn.

Kassel – Mit nur wenig Knopfdrücken können Kunden hier nun 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, eine warme Pizza am Automaten ziehen. Wie aber funktioniert das Ganze? Wir haben Kunde Lukas Range (22) über die Schulter geschaut, als er den Pizza-Roboter zum ersten Mal ausprobiert hat.

Bestellung der Pizza

Durch Antippen des Touch-Screens gelangt der Kunde zur Pizza-Auswahl. Aktuell gibt es acht verschiedene Sorten von Belag. „Die Menüführung ist einfach gestaltet“, sagt Range und entscheidet sich für eine Pizza mit Thunfisch und Zwiebeln. Auf dem großen Bildschirm erscheint nach Auswahl eine Infotafel mit einem Foto der Pizza und einer Zutatenliste.

„Ich kann aussuchen, ob ich die Pizza warm und schon fertig gebacken haben möchte, oder kalt mitnehmen will, um sie zuhause aufzubacken“, stellt der 22-Jährige fest. Er entscheidet sich für eine warme Pizza und bestätigt seine Bestellung.

Pizza per Knopfdruck: Es gibt mehrere Sorten.

Bezahlung der Pizza ohne Bargeld

Bezahlt wird am Roboter ohne Bargeld, jede Pizza kostet 6,90 Euro. Die Zahlung ist mit EC-Karte, aber auch mit Kreditkarte und dem Handy möglich. Zukünftig soll es zusätzlich eine App geben, mit der man vorab bestellen und über Paypal bezahlen kann, erklärt Marktinhaberin Radmila Kelm.

Zubereitung der Pizza aus dem Automaten

Im Roboter können bis zu 96 Pizzen gelagert werden, erklärt Kelm. Diese werden tiefgefroren angeliefert und vor dem Einsortieren angetaut. In ihren Kartons liegen die Pizzen auf einer Aluminiumschale. Ein Roboter-Arm greift die Schale und schiebt sie samt Pizza in einen der zwei Öfen im Automaten, in denen sie fertig gebacken werden. Die Öfen werden auf 330 Grad Celsius hochgeheizt. „Mir wird ein Countdown angezeigt, wann meine Pizza fertig ist“, sagt Range. Etwa vier Minuten wartet er auf seine Pizza, die er im Karton wie ein Paket aus einem Briefkasten ziehen kann.

Geschmack der Pizza

Die Pizza ist mit ausreichend Thunfisch und Zwiebeln belegt, der Rand ist knusprig, aber ein bisschen mehr Käse hätte es sein dürfen. Da die Pizza nicht geschnitten ist, gestaltet sich ein Verzehr vor Ort schwierig. „Für den schnellen Hunger nach Feierabend ist die Pizza okay, mit 6,90 Euro aber nicht ganz billig“, zieht der 22-Jährige das Fazit. Mit einer frischen Pizza vom Lieblingsitaliener könne sie aber nicht mithalten.

Derzeit gibt es acht Pizzen zur Auswahl: Salami, Schinken, Thunfisch, Calabrese und BBQ Hähnchen, zudem Margherita, Vier-Käse und Grillgemüse für alle, die es lieber vegetarisch mögen. „Unsere Kunden sind sehr neugierig und nehmen das Angebot gut an, viele machen Fotos“, sagt Marktleiterin Kelm, deren Mann Lukas für den Automaten verantwortlich ist. Aktuell verkaufen sie knapp 20 Pizzen am Tag. Am beliebtesten seien die Klassiker Salami, Margherita und Schinken. Mehrfach hätten interessierte Kunden auch nach veganen Pizzen gefragt. Kelms wollen das Sortiment noch erweitern und seien dabei nicht ausschließlich an das Angebot von Market Kitchen gebunden, die den Automaten vertreiben und derzeit die Pizzen dazu liefern. (Theresa Lippe)

Frankfurter Unternehmen vertreibt Pizza-Roboter in ganz Deutschland

Das Frankfurter Unternehmen Market Kitchen vertreibt als Exklusivimporteur die Pizza-Roboter in ganz Deutschland, sagt Geschäftsführer Ercan Altun. Ursprünglich stammt der Pizza-Roboter aus Frankreich, in Deutschland stehen inzwischen etwa 30 der Automaten.

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