In diesem Jahr an der Werner Hilpert Straße

Individuelle und handgefertigte Geschenke: „Galerie auf Zeit“ am Kulturbahnhof eröffnet

Sie organisieren die „Galerie auf Zeit“: (von links) Karin Bille, Kurt Bille und Annika Pfister verkaufen in diesem Jahr die Produkte von 40 Künstlern, Designern und Handwerkern.
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Sie organisieren die „Galerie auf Zeit“: (von links) Karin Bille, Kurt Bille und Annika Pfister verkaufen in diesem Jahr die Produkte von 40 Künstlern, Designern und Handwerkern.

Alle Jahre wieder: In Kassel hat die „Galerie auf Zeit“ am Mittwoch eröffnet. In diesem Jahr befindet sie sich in einem Laden an der Werner-Hilpert-Straße.

Kassel – „Wer hier nichts findet“, beginnt Designerin Karin Bille den Satz, „dem ist nicht mehr zu helfen“, vollendet Annika Pfister. Die beiden Frauen organisieren in diesem Jahr wieder zusammen mit Kurt Bille, dem Sohn von Karin Bille, die „Galerie auf Zeit“.

Jedes Jahr vor Weihnachten steht die spannende Frage im Raum, wo denn wohl in diesem Jahr die temporäre Galerie mit Produkten von regionalen Künstlern, Designern und Kunsthandwerkern ihre Türen in der Stadt öffnen wird. In der „Galerie auf Zeit“ im Jahr 2020 spiegelt sich das Hotel Reiss, aus der Galerie blickt man auf den Kulturbahnhof und das Polizeipräsidium Nordhessen. Der temporäre Laden befindet sich in den ehemaligen Räumen von „Hess Hören“, Werner-Hilpert-Straße 25/27.

Trotz Corona sei es in diesem Jahr nicht einfach gewesen, ein passendes leer stehendes Geschäft für die „Galerie auf Zeit“ zu finden, sagt Karin Bille, die zu den vier Gründungsmitgliedern der Galerie vor 20 Jahren gehörte. Man sei von dem City-Management aber unterstützt worden. Bei dem Standort sei Wert darauf gelegt worden, eine Ecke zu finden, die durch das Geschäft weiter belebt wird. Bille weist aber darauf hin, dass es für die Galerie „keinen Welpenschutz“ gibt. Man müsse die ganz normale Miete zahlen.

Ab dem heutigen Mittwoch bis zum 24. Dezember hat die „Galerie auf Zeit“ montags bis samstags, 11 bis 19 Uhr geöffnet. Es gibt – wie jedes Jahr – individuelle, hochwertige, handgefertigte Kunst- und Gebrauchsgegenstände. Für jeden Geldbeutel ist etwas dabei. „Die Sachen kosten von 1 bis etwa 600 Euro“, sagt Karin Bille. Insgesamt 40 Künstler, Designer und Handwerker bieten ihre Produkte zum Verkauf an. Dazu gehören zum Beispiel tolle Tische, geschmackvolle Vasen von Udo Posch, Holzarbeiten von Tischlermeister Karl Schöberl, besonders gefärbte Socken, kalt geräucherte Bunkerpilze, Honig aus Kassel und Shorts aus Bio-Baumwolle.

Zum ersten Mal dabei ist Tischler Florian Keber aus Koblenz. Er baut Hocker aus Holz und Metall, die man variieren kann. Niedrige und höhere Gestelle oder solche für Barhocker können mit verschiedenen Hölzern (zum Beispiel Apfel, Eiche, alter Dielenboden oder Elsbeere) für die Sitzfläche zusammengestellt werden. Der Preis für solch einen Hocker richtet sich nach der Größe, liegt zwischen 250 und 300 Euro.

Organisatorin Karin Bille bietet gleich mehrere Produkte an: Sie fotografiert nicht nur Pflanzen in Kombination mit Figuren und Porzellanvasen, sondern fertigt auch Glasperlen an. Aus diesen Perlen und Silber kreiert sie gemeinsam mit Annika Pfister Ohrringe, die ins Auge fallen.

Vegane Wurst gab es schon letztes Jahr. Jetzt kommen auch Fleischesser auf ihre Kosten: Die Gin-Stracke, die der Kasseler Bartender Christian Stracke und Katharina Koch von der Caldener Landfleischerei Koch kreiert haben, gehört nun ebenfalls zum Repertoire der Galerie. Auch fehlen nicht in diesem Jahr die beliebten Postkarten, Bücher und Daumenkinos von Rotopol, dem Verlag für grafisches Erzählen.

Service: Galerie auf Zeit, Werner-Hilpert-Straße 25/27, Mo bis Sa, 11 bis 19 Uhr, geöffnet bis zum 24. Dezember. (Ulrike Pflüger-Scherb)

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