Die Wirtschaftsförderung Region Kassel feiert am heutigen Dienstag ihr 25-jähriges Bestehen

Mit Industriepark gewachsen

Team der Wirtschaftsförderung: Unten (von links) Ulrich Spengler (IHK), Kai Lorenz Wittrock, Frank Eckert, Prof. Dr. Ing. habil. Deshun Zeng, Alfred Schmidt, Dr. Matthias Jahnke. Oben (von links) Michael Wieners, Harald Birsl, Georgette Weick, Bianca Dosse, Nicole Holzapfel, Carsten Höhre. Foto: nh

Kassel. Mit dem Industriepark in Waldau fing alles an. Um das heute größte Gewerbegebiet der Region musste sich in den ersten Jahren jemand kümmern, musste die Flächen vermarkten, Firmen ansprechen und bei der Ansiedlung betreuen. Anfang 1988 entstand im Kasseler Rathaus die Idee, dafür eine Tochtergesellschaft der Stadt zu gründen: die Wirtschaftsförderung, die am heutigen Dienstag das 25-jährige Bestehen feiert.

Inzwischen ist die Gesellschaft gewachsen und auch die Wirtschaft sitzt mit im Boot (siehe Grafik unten). Die Idee einer Partnerschaft zwischen Stadt und Landkreis Kassel sowie Kammern und Kreditinstituten sei bis heute Vorbild für Neugründungen, sagt Geschäftsführer Kai Lorenz Wittrock, der 2012 den langjährigen Chef Thilo von Trott zu Solz an der Spitze abgelöst hat.

Die Hauptaufgaben der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) sind Firmenbetreuung und Standortmarketing für die Region Kassel. „Wir verdienen damit kein Geld, tun aber eine Menge für die Entwicklung der Region“, sagt Wittrock. Der Industriepark, der sich in 25 Jahren mit annähernd 500 dort beheimateten Unternehmen und rund 10 000 Beschäftigten zu einem wirtschaftlichen Schwergewicht entwickelt hat, ist dafür ein Beispiel. Das Güterverkehrszentrum, der Flughafen Kassel-Calden, das Netzwerk Hessen-China, der Beschäftigungspakt 50 Plus und die Netzwerke für Industriepark-Firmen sowie Personalleiter sind weitere Ergebnisse der WFG-Arbeit. Die insgesamt zwölf Mitarbeiter bringen aber nicht allein neue Investoren und Firmen nach Nordhessen, sondern kümmern sich auch um hiesige Firmen in Not, etwa wenn eine Kreditklemme droht. Da ist es hilfreich, dass zwei Kreditinstitute zu den Gesellschaftern zählen. Beide „spielen eine wichtige Rolle und sind die wichtigsten Partner in der Mittelstandsfinanzierung“, erklärt Wittrock.

Starken Anteil an der Entwicklung der regionalen Wirtschaftsförderung habe Alfred Schmidt, die WFG „trägt seine Handschrift“, lobt Wittrock. Der Ex-Minister ist bereits seit dem Jahr 1995 Sonderbeauftragter der Stadt Kassel für Wirtschaftsförderung und arbeitet seit nunmehr 19 Jahren ehrenamtlich zum Wohle der Region.

Von Jörg Steinbach

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