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Inklusives Wohnprojekt im Herzen Kassels: Hilfe für den Verein „WohnGeStein“

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Von: Helga Kristina Kothe

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Balkon eines Wohnhauses mit Sonnenschirm.
In Kassel gibt es eine inklusive Hausgemeinschaft. Das Foto ist ein Symbolbild. © Petra Schneider-Schmelzer/Imago

Sie ist ein Ort für Menschen mit und ohne Behinderung – die „WohnGeStein“-Hausgemeinschaft im neuen Martini-Quartier in der Kasseler Innenstadt.

Kassel - Dort wurde ein ehemaliges Verwaltungsgebäude der Brauerei zu einem barrierefreien Wohnhaus mit 19 Appartements umgebaut.

Dahinter steht die Wohngestein wohnen inklusiv gGmbH. Einer der Träger ist der Verein „WohnGeStein“, der 2015 aus einer Selbsthilfeinitiative von Eltern mit behinderten Kindern entstanden ist – mit dem Ziel, für ihre jungen erwachsenen Angehörigen eine barrierefreie Wohn- und Lebensumgebung in Innenstadtnähe zu schaffen. Damit soll ihnen die Teilhabe am sozialen Leben ermöglicht werden. Verbunden ist das mit ambulanten Hilfen im Alltag, die der Verein aha anbietet.

Der Name „WohnGeStein“ bedeutet „Wohnen gemeinsam statt einsam“. Doch die Corona-Pandemie hat das Gemeinschaftsleben verändert. Alle mussten sich daran gewöhnen, alleine oder mit ihrer Assistenz in ihren Wohnungen zu bleiben. Einige, so erzählt eine Mutter, hätten sehr darunter gelitten und es nicht geschafft, sich selbst für gemeinsame Aktivitäten zu organisieren.
Deshalb haben Eltern sich um Hilfe bemüht – und gefunden.

Ein Rentner, der lange in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen gearbeitet hat, organisiert nun jeden Sonntagabend, dass interessierte Bewohner gemeinsam kochen und essen. Er berät sie auch, wie sie ihre Interessen besser realisieren können, oder führt Konfliktgespräche. Sein Angebot komme gut an, erzählt die Mutter. Unterstützt werde er von einer Bewohnerin mit Sehbehinderung, die ausgebildete Sozialarbeiterin ist.

Beide sollen jeden Monat etwas Geld für ihr Engagement bekommen. Der Verein selbst hat jedoch keine Kapazitäten mehr. Damit dieses Projekt weiterlebt, hilft die Aktion Advent gerne. Diese Spende, wie alle anderen auch, ermöglichen Sie, liebe Leserinnen und Leser. Dafür möchten wir Ihnen herzlich danken. Wir wünschen Ihnen alles Gute für das neue Jahr.

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