Innenstadt soll aufleben

Liegestühle, Sand und Genießermarkt: Kassel plant Kulturangebote in der City

In die Innenstadt in Kassel soll nach Monaten der Pandemie wieder Leben einkehren.
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In die Innenstadt in Kassel soll nach Monaten der Pandemie wieder Leben einkehren.

In den Sommerferien soll die Innenstadt in Kassel wieder aufleben: Geplant ist ein Kulturangebot. Für eine sommerliche Atmosphäre sorgen Liegestühle und Sand.

Kassel – In Kassels Innenstadt soll nach Monaten der coronabedingten Einschränkungen, der Lockdowns und der Absagen diverser Feste wieder verstärkt Leben einkehren. Unter anderem soll es Liegestühle auf dem Friedrichsplatz und einen Genießermarkt geben.

Bei dem Vorhaben helfen soll ein Programm, das sich Kasseler Stadtsommer nennt und das von Kassel Marketing und der Stadt Kassel vorgestellt wurde. An den sieben Wochenenden in den Sommerferien und damit ab Freitag (16.07.2021), sollen dabei vor allem heimische Künstler die Menschen in die City locken. Zentraler Ort wird eine Bühne auf dem Friedrichsplatz sein, auf der mal Musiker, mal Comedians aus der Region auftreten. Davor und auf dem Opernplatz werden Liegestühle und Sand für eine sommerliche Atmosphäre sorgen. Für ein Wochenende sind auch Genießermärkte auf dem Friedrichsplatz und dem Königsplatz geplant.

Kulturangebot in Kassel: Leben in der Innenstadt wird angekurbelt

Durch das kostenlose Angebot soll zum einen annähernd 200 heimischen Künstlern die Chance gegeben werden, sich nach langer Zeit wieder einem breiten Publikum zu präsentieren. Zum anderen soll dadurch das Leben in der Innenstadt mit ihren Geschäften und der Gastronomie angekurbelt werden, wie es Oberbürgermeister Christian Geselle ausdrückte. Die Stadt Kassel selbst und Kassel Marketing werden dazu 50.000 Euro zur Verfügung stellen, das Land Hessen steuert 175.000 Euro aus dem Programm „Ins Freie“ bei, das während der Corona-Pandemie Veranstaltungen unterstützt, die draußen stattfinden.

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Mit dem Kasseler Stadtsommer wird der Fokus generell wieder verstärkt auf Kassels Zentrum gelenkt. Darüber freut sich Alexander Wild, der Vorsitzende der City-Kaufleute. Nach einer Phase, in der er unheimlich viele traurige Mails bekommen habe, sei nun wieder eine gewisse Aufbruchstimmung unter den Einzelhändlern festzustellen. Kassel habe die Krise noch halbwegs gut überstanden, die Leerstandsquote sei im Vergleich zu anderen Städten nicht so hoch. Zahlen nannte er nicht. Laut Wild brauche es nun aber solche Dinge wie den Kasseler Stadtsommer, um Anreize zu schaffen und die Menschen weg vom iPad und hinein in die Innenstadt zu bringen.

Der Stadtsommer wird korrespondieren mit weiteren coronagerechten Veranstaltungen im Freien rund um die Innenstadt: Ebenfalls zu Ferienbeginn startet das Kulturzelt auf der Hessenkampfbahn, das Staatstheater ist in der Aue aktiv. (Florian Hagemann) Weitere Infos: kassel.de/stadtsommer

Wann das Leben wieder so normal wie vor der Pandemie sein wird, ist derzeit nicht abzusehen. Die Corona-Fallzahlen in Kassel bewegen sich allerdings auf einem niedrigen Niveau.

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