Hoffen auf Sanierung – Förderverein wartet auf Gutachten der Städtischen Werke

Harleshausen. Sonne, blauer Himmel und hohe Temperaturen – für den Sommer 2012 erwarten Anita Mahrt und ihre Mitstreiter vom Förderverein Schwimmbad Harleshausen besseres Wetter als im vergangenen Jahr.

Auf einen eher symbolischen Sonnenaufgang hoffen sie aber schon vor Saisonbeginn: „Im März soll das Gutachten für unser Schwimmbad vorliegen, das die Städtischen Werke in Auftrag gegeben haben“, sagte Vorsitzende Anita Mahrt während der Jahreshauptversammlung des Fördervereins. Davon hänge ab, wie viel Geld es für die Sanierungen der Bäder in Harleshausen und Wilhelmshöhe geben werde.

Im Dezember hatten die Kasseler Stadtverordneten beschlossen, dass die beiden städtischen Freibäder gleichzeitig saniert werden sollen. Zuvor hatte Harleshausen im Bäderkonzept auf der Prioritätenliste hinter Wilhelmshöhe gestanden. Für Harleshausen sind bislang maximal 3,5 Millionen Euro für die Arbeiten vorgesehen, für Wilhelmshöhe rund sechs Millionen.

Anfang dieses Jahres hatte FDP-Fraktionsvorsitzender Frank Oberbrunner zwischenzeitlich für Aufregung gesorgt, als er den Beschluss der Stadtverordneten in Frage gestellt hatte. Aufgrund des dramatischen Rückgangs der Besucherzahlen in den Kasseler Schwimmbädern hatte er Bedenken geäußert, ob eine Sanierung der Freibäder sinnvoll sei (wir berichteten).

„Das ist vom Tisch, der Beschluss steht“, hofft die Vereinsvorsitzende jetzt, dass das Gutachten für Harleshausen günstig ausfallen wird. Zu Wilhelmshöhe sehe man sich zwar keineswegs als Konkurrent: „Aber wir hoffen, dass wir nicht zu Gunsten der Wilhelmshöhe zurückstecken müssen und auch die Sanierung unseres Schwimmbades realisiert wird.“

Dringend erneuert werden müsse das marode 50-Meter-Becken. Der Förderverein, sagte Mahrt, wolle sich mit all seinen Möglichkeiten finanziell einbringen: „Wir möchten unser Schwimmbad langfristig erhalten. Dafür tun wir einiges, unser Herzblut fließt da rein.“ Wie viel das Schwimmbad den 500 Vereinsmitgliedern bedeutet, verdeutlichte Mahrt mit Zahlen. Der Verein habe seit seiner Gründung 1995 über Beiträge, Spenden und die Unterstützung vieler Unternehmen 112 000 Euro aufgebracht. Unter anderem habe man die Erneuerung des Umkleidebereiches und der Heizungsanlage mitfinanziert.

Die Vorsitzende warf auch einen Blick auf die Vereinsarbeit 2012: „Wir bieten unter anderem wieder das Frühschwimmen ab 7 Uhr an, es wird wieder ein Sommerfest geben und auch die Schwimmkurse in den Ferien.“ Die Sanierung erwarte man für 2014/15. Bis dahin sei der laufende Betrieb gesichert.

Von Monika Puchta

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