Yatta hilft der Industrie

Intelligentes Werkzeug aus Kassel für Software-Entwickler

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Manuel Bork in seinem Element: Der Informatiker ist einer der Mitgründer von Yatta. Heute ist er CTO des Unternehmens.

Kassel. Der Name der Software-Schmiede im Science Park der Universität Kassel ist so ungewöhnlich wie deren Produkte: Yatta Solutions nennt sich das nicht mehr ganz junge Unternehmen.

Es wurde vor knapp neun Jahren als Spin off – also als Uni-Ausgründung – aus der Taufe gehoben. Der Begriff kommt aus dem Japanischen und bedeutet „geschafft“, „juchee“ oder auch „alles bestens“ und steht sinnbildlich auch für viele kleine und große Durchbrüche, die die Yatta-Spezialisten in ihrer täglichen Arbeit erleben (siehe auch Hintergrund).

Was aber macht Yatta mit seinen mittlerweile 22 Mitarbeitern in Kassel sowie in einer Niederlassung in Frankfurt? „Wir helfen unseren Kunden bei der digitalen Transformation“, beschreibt Informatiker und Mitgründer Manuel Bork das komplexe Geschäftsmodell Yattas mit einfachen Worten.

Dahinter verbirgt sich zum einen die Entwicklung von Software für industrielle, logistische und medizinische Anwendungen wie etwa für Volkswagen oder B.Braun Melsungen. Bei Europas Autobauer testen Yatta-Programme immer komplexer werdende Bordnetze und Kabelbäume auf Herz und Nieren, und beim Medizintechnik-Hersteller begleiten und überwachen aufwändige Programme der Kasseler Informatiker lebensrettende Infusionstherapien.

Zum anderen entwickeln die Yatta-Profis Instrumentenkoffer für Software-Entwickler. „Software-Einwicklung geschieht nicht im luftleeren Raum. Sie braucht Planung und verläuft nach bestimmten Schemata. Für alle Phasen gibt es spezielles Werkzeug, und das haben wir“, erklärt Bork.

Gemeinsam mit Johannes Jacop, Dr. Leif Geiger und weiteren fünf Partnern hat er Yatta 2008 gegründet. Zurzeit hat das Unternehmen sechs Einzelgesellschafter sowie den von Bundesregierung und Privatwirtschaft getragenen „High-Tech Gründerfonds“ in Bonn als finanzkräftigen Risikokapitalgeber im Rücken.

Die Geschäfte laufen gut. Yatta setzt jährlich einen einstelligen Millionenbetrag in nicht genannter Höhe um. Zu den Kunden zählen neben Volkswagen und B.Braun auch der US-Computer- und Druckerhersteller Hewlett Packard (HP), Telekommunikationsanbieter 1&1 sowie die Kasseler Software-Schmiede Micromata und der Wettervorhersage-Spezialist Enercast. Dabei ist Yatta nicht auf den schnellen Umsatz, sondern auf langfristige Kundenbeziehungen bedacht. „Wir begleiten unsere Kunden über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts oder darüber hinaus“, erklärt Bork.

„Wir könnten wesentlich mehr machen, aber uns fehlen gute Leute“, sagt der 33-jährige Kasseläner. Er und dessen Management-Kollegen sind gut vernetzt und in der quirligen Gründerszene aktiv. Das Wissen, dass sie bisher gesammelt haben, geben sie gern an junge Gründer weiter. „Damals haben wir viel Hilfe erfahren, und heute wollen wir davon etwas an den Nachwuchs zurückgeben“, so Bork.

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