documenta-Standorte in Neubauten, renovierten Museen und an historischen Orten

Interessante Mischung

Moderne Kunst hinter historischen Mauern: Das Hessische Landesmuseum am Brüder-Grimm-Platz. Archivfoto:  Koch

Kassel. Für Überraschungen bei der Wahl ihrer Standorte waren die documenta-Leitungen immer gut. Vor fünf Jahren gehörten das frühere Finanzamt an der Spohrstraße, der Weinberg und das Hugenottenhaus zu den Entdeckungen der Kunstausstellung.

Zuvor war es zum Beispiel das Gelände der früheren Binding-Brauerei in der Nähe des Kasseler Hafens, das sogar per Boot angefahren wurde.

Diesmal darf man unter anderem auf einen Rest der ehemaligen Tuchweberei Gottschalk in der Nordstadt gespannt sein. Das Gebäude der ehemaligen Zuschneiderei soll von der documenta genutzt werden. Nach der Ausstellung entsteht hier ein Neubau der Universität. Während diese Pläne von der Hochschule bereits bestätigt sind, gibt es für andere Gebäude noch keine Gewissheit. Im Gespräch für eine Nutzung durch die documenta war zum Beispiel auch das Währungsreform-Museum in Fuldatal- Rothwesten.

Interessant ist der Fokus auf Gebäuden, die in den vergangenen Jahren entweder neu entstanden sind oder für viel Geld renoviert wurden. Dazu gehört mit der Neuen Galerie ein Standort, an dem auch zwischen den Ausstellungen die documenta lebendig ist. Zuletzt machte der Filzanzug des Joseph-Beuys-Kunstwerks „Das Rudel“ Schlagzeilen, weil der von Motten befallen war.

Zu den für viele Millionen Euro sanierten und teilweise auch ausgebauten Häusern gehören das Hessische Landesmuseum, das Stadtmuseum und das Ballhaus im Bergpark Wilhelmshöhe.

Verbindung zum Bergpark

Der künstlerische Brückenschlag zum Weltkulturerbe dürfte die Touristiker in der Stadt besonders freuen. Das gilt auch für die geplanten documenta-Aktivitäten in der Grimmwelt.

Von Thomas Siemon

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