Internationale Schule zieht: Wintershall vergibt zehn Stipendien

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Großes Interesse: Etwa 250 Gäste waren zu der Info-Veranstaltung über die geplante internationale Grundschule gekommen.

Kassel. Die Einrichtung einer Internationalen Grundschule in Kassel stößt offenbar auf großes Interesse: 250 Menschen sind am Montagabend zu einer Informationsveranstaltung ins Kasseler Rathaus gekommen.

Wie berichtet, soll zum Schuljahr 2014/15 eine zweisprachige Grundschule auf der Marbachshöhe entstehn. Betreiber der Privatschule soll das Bildungsunternehmen Phorms sein, dessen Pädagogen das Schulkonzept in der zweistündigen Veranstaltung vorstellten.

Das Kasseler Erdöl- und Erdgasunternehmen Wintershall, treibende Kraft hinter den Plänen, wird zum Auftakt zehn Stipendien für die Dauer von vier Jahren vergeben, kündigte Vorstandsvorsitzender Dr. Rainer Seele an.

Damit wolle man auch Kindern aus einkommensschwachen Familien den Besuch der Grundschule ermöglichen. „Wir wollen keine elitäre Schule“, betonte Seele. Die zweisprachige Ganztags-Grundschule, in der überwiegend auf Englisch unterrichtet werden soll, könne nur dann ein Erfolg werden, wenn die Eltern in Kassel ihre Kinder dort hinschickten. Werde die Schule gut angenommen, verfolge Wintershall gemeinsam mit Phorms den Plan, eine weiterführende internationale Schule anzuschließen.

Mehr als 60 unverbindliche Anmeldungen lagen am Ende des Abends nach Angaben von Phorms-Projektleiter Thomas Frenzel vor. Über weitere Rückmeldungen von interessierten Eltern freue man sich. Das konkrete Aufnahmeverfahren für die Grundschule werde aber frühestens im Herbst 2013 beginnen.

Über die Höhe des Schulgelds könne man derzeit noch keine genaue Aussage treffen. In den anderen Phorms-Schulen an sechs Standorten in Deutschland, die allesamt ein Ganztagsangebot haben, liege es zwischen 200 und 800 Euro pro Monat. Hinzu kommen Kosten für den Mittagstisch sowie die einheitliche Schulkleidung, die es bei Phorms gibt: Sportliche Shirts in den Farben Rot, Schwarz, Weiß und Grau.

Michael Gehrig und Sebastian Koch von der Internationalen Schule und Grundschule in Frankfurt stellten das Phorms-Konzept im Detail vor. Neben dem Prinzip „Ein Lehrer, eine Sprache“, sind jedes Jahr Klassenlehrerwechsel vorgesehen. Unterrichtet wird mit digitalen statt normalen Kreidetafeln (Smartboards).

Anika Kretschmar (35) aus Kassel, Mutter eines vierjährigen Sohnes, war angetan von der Präsentation. Die Bombardie-Mitarbeiterin und ihr Mann, der bei Wintershall beschäftigt ist, wollen ihrem Sohn gern ermöglichen, die englische Sprache möglichst früh zu erlernen.

Auch Thorsten Kern aus Fuldatal kann sich seine noch kleinen Kinder später gut in der internationalen Grundschule vorstellen. „Ohne Englisch geht es im Berufsleben nicht mehr, wenn man eine gute Position anstrebt“, sagt der 36-Jährige, der mit seiner Frau ein Seniorenpflegezentrum betreibt. Er verstehe eine gute Ausbildung für seine Kinder als die beste Zukunftsinvestition.

Kontakt: Camilla Paslak, Tel. 030/311 67 81 99, Mail: camilla.paslak@phorms.de
www.internationale- grundschule-kassel.phorms.de

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