KVG investiert acht Millionen Euro

Kassel: Alle Haltestellen bekommen elektronische Anzeigetafeln

Kassel. Die KVG will bis Ende 2013 alle ihre Straßenbahnhaltestellen mit elektronischen Anzeigetafeln ausrüsten. Außerdem sollen Bahnsteige verlängert werden.

Für die Fahrgäste bedeutet das: An jeder Station im Stadtgebiet werden sie auf einen Blick und in Echtzeit sehen können, wann die nächste Straßenbahn oder Regiotram eintrifft. Ebenso können die Fahrgäste erfahren, ob eine Bahn schon weg ist oder sich eventuell verspätet.

Im Mai 2009 hatte die KVG die ersten dieser Tafeln an der Wilhelmshöher Allee aufgestellt, seither wurde etwa die Hälfte aller Haltestellen mit der Anzeigetechnik ausgestattet. In den nächsten zwei Jahren bekommen nicht nur die verbleibenden 53 Stationen im Stadtgebiet solche Tafeln, sondern auch 20 Haltestellen an der Lossetalbahn in Richtung Hessisch Lichtenau sowie sieben auf Baunataler Stadtgebiet. Ein solch flächendeckendes Informationsangebot sei „in ganz Deutschland die Ausnahme“, sagt KVG-Vorstandsvorsitzender Andreas Helbig.

Das Nahverkehrsunternehmen investiert in den beiden kommenden Jahren gut 8 Millionen Euro in sein Straßenbahnnetz und erhält dafür 5,2 Mio. Euro an Zuschüssen vom Land Hessen. Knapp die Hälfte des Investitionsvolumens ist dafür vorgesehen, auf sieben Haltestellen der Tram-Linie 1 die Bahnsteige von 30 auf 60 Meter zu verlängern. Der Hintergrund: Um mehr Kapazität für Passagiere zu schaffen, will die KVG auf der Strecke zwischen Wilhelmshöhe und Vellmar via Universität verstärkt Bahnen in Doppel-Traktion einsetzen. Jeweils zwei aneinander gekoppelte Straßenbahnen brauchen jedoch mehr Platz an den Haltestellen, damit alle Fahrgäste ein- und aussteigen können.

Noch vor Beginn der documenta im Juni 2012 sollen ab der Endstation Wilhelmshöhe bereits die ersten drei Haltestellen unterhalb des Bergparks umgebaut sein, sagte KVG-Sprecherin Heidi Hamdad. Dann könnten pro Straßenbahn bis zu 360 Passagiere mitfahren.

Von Axel Schwarz

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