Staatliches Schulamt: Es gibt funktionierende Informationsnetzwerke

Aufklärung über Islamismus: „Die Schulen sind gut vorbereitet“

Kassel. „Die Schulen in und um Kassel haben das Problem radikaler Islamismus im Blick und nehmen es sehr ernst“. Davon ist Sabine Schäfer, zuständige Dezernentin im Staatlichen Schulamt, überzeugt.

In den vergangenen Monaten habe es zahlreiche Informationsveranstaltungen zu diesem Thema gegeben, ebenso in jüngster Vergangenheit zwei Schulleiterdienstversammlungen. Insbesondere die weiterführenden Schulen seien gut vorbereitet, um auf entsprechende Beobachtungen und Aktivitäten innerhalb der Schülerschaft zu reagieren, so Schäfer.

„Radikaler Islamismus als Herausforderung. Aufklärung, Prävention und Handlungsstrategien für die pädagogische Praxis“. Unter diesem Titel stand erst kürzlich ein Fachtag Veranstaltung im Bürgersaal des Rathauses, zu dem die Stadt Kassel, das Zukunftsbüro und das Jugendamt in Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt Stadt und Landkreis Kassel eingeladen hatten. Die Veranstaltung hatte sich an Lehrer, Fachkräfte der Jugendhilfe sowie an Akteure der Integrationsförderung gerichtet. Es wurde zu salafistischen Glaubensinhalten und Lebensstilen berichtet und über die Anziehungskraft, die sie vor allem auf junge Menschen ausüben.

Als erstes Bundesland habe Hessen zudem ein Netzwerk zur Prävention eingerichtet, das interdisziplinär Betroffene, Angehörige und Institutionen berät und unterstützt. Das Violence Prevention Network (VPN) wurde im Rahmen des Fachtags vorgestellt.

Schäfer: „Mein Anliegen ist es, weder das Thema aufzubauschen, noch zu bagatellisieren. Ich denke, das ist uns mit den Veranstaltungen gelungen.“ (chr)

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Rubriklistenbild: © AFP

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