Start am Wochenende

Jagd nach Garagengold: Oldtimer-Markt Technorama in Kasseler Messehallen

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Youngtimer mit Wankelmotor: Zum Auftakt der Technorama in den Messehallen präsentieren (von links) Jürgen Krüger (Messe Kassel), Axel Scharninghausen (Ro 80 Club), Arne Weide (Mercedes 107 SL-Club), Jens Güttinger (Technorama), Michael Völlmar und Detlef Kroh (Automobilmanufaktur Kassel) eine Ro 80 des Baujahrs 1975. Zum Baustart 1967 war der Ro 80 Auto des Jahres.

Kassel. Die Messehallen in der Fuldaaue sind am kommenden Wochenende Anziehungspunkt für Schrauber und Kapitalanleger.

Die Oldtimer-Messe Technorama lockt nicht allein Bastler, die nach Ersatzteilen für ihre alten Schätzchen auf zwei und vier Rädern suchen. Sondern auch Liebhaber historischer Automobile, die am Oldtimerfahren ebenso viel Spaß haben wie an der enormen Wertentwicklung seltener und originalgetreuer, bestens restaurierter alter Fahrzeuge. Mit dem Garagengold kann in der Null-Zins-Zeit kaum ein Anlagekonto mithalten.

Aus dem einstigen Teilemarkt für Autobastler ist nicht nur der größte Oldtimermarkt Hessens geworden, die Aussteller und Besucher kommen inzwischen auch aus anderen europäischen Ländern in die Messehallen an der Damaschkestraße.

Mit 15 000 Besuchern rechnet Ausstellungsmacher Jens Güttinger am Wochenende. Der Oldtimer-Markt „ist richtig in Bewegung.“ Fast 300 historische Fahrzeuge stehen am Wochenende in Kassel zum Verkauf, „das ist eine gewaltige Entwicklung.“ Im Vorjahr waren 150 automobile Sammlerstücke in den Messehallen zu bewundern und zu kaufen. Für besonders seltene, originalgetreue und perfekt aufgemöbelte Schätzchen werden Preise bis zu 400 000 Euro aufgerufen und auch bezahlt. Der Wert von besonders gefragten Sammlerstücken kann sich in zehn Jahren durchaus verdoppeln.

Insgesamt 400 Aussteller sind in neun Hallen dabei. Der Teilemarkt für Bastler hat weiter einen hohen Stellenwert, aber mehr Platz beansprucht inzwischen der Handel mit dem Garagengold in fünf der neun genutzten Hallen.

Die 33. Schau in Kassel ist die bisher größte Technorama, die rund drei Viertel des Messegeländes in Anspruch nimmt, sagt Jürgen Krüger von der Messe Kassel.

Immer mehr Menschen – vor allem Männer – setzen ihren automobilen „Traum von früher“ jetzt in die Tat um, hat Ausstellungsmacher Güttinger beobachtet. Dabei geht es nicht um die wirklich alten, aber meist sündhaft teuren Automobile aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Dieser Oldtimer-Markt sei eher rückläufig. Wer aber als Kind oder Jugendlicher für einen Porsche 911, einen VW Scirocco oder einen Opel Manta geschwärmt hatte, der erfüllt sich jetzt mit einem „Youngtimer“ diesen Traum.

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