Ein 99 Jahre altes Prachtstück

Tag des offenen Denkmals: Einblicke in das Hessische Landesmuseum

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Blick unter die Decke: Die hohen Räume bieten viel Platz für die Ausstellung.

Kassel. Die Sanierung des Hessischen Landesmuseums am Brüder-Grimm-Platz wird fast so lange dauern wie die Planung und der Bau vor knapp 100 Jahren. Das Warten wird sich lohnen, das ist jetzt schon absehbar. Beim Tag des offenen Denkmals nutzten am Sonntag zahlreiche Besucher die Gelegenheit zum Blick hinter die Kulissen.

„Das ist eines der ganz wenigen historischen Gebäude in Kassel, das den Krieg halbwegs unbeschadet überstanden hat“, sagte Dr. Micha Röhring von der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) zum Beginn seiner Führung. Und obwohl die Sanierung noch zwei Jahre bis 2014 fortgesetzt wird, sehen insbesondere die Foyerräume im Eingangsbereich schon richtig gut aus.

30 Millionen Euro wird die Sanierung nach MHK-Angaben kosten. Gemeinsam mit der Neuen Galerie, Herkules, Löwenburg und den Wasserläufen im Bergpark gehört das Landesmuseum zum 200-Millionen-Euro-Programm des Landes.

Von den ersten Plänen im Jahr 1906 bis zur Fertigestellung pünktlich zum Stadtjubiläum 1000 Jahre Kassel hat es damals sieben Jahre gedauert. Eigentlich hätte das komplett sanierte Museum zur 1100-Jahr-Feier wieder geöffnet werden sollen.

Seit Herbst 2008 laufen die Arbeiten, die sich verzögern. Akribische Untersuchungen sollen garantieren, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. „Wir wollen im September 2014 eröffnen“, sagt Micha Röhring. Bis dahin muss die Politik ihre Hausaufgaben noch machen. Bislang ist offen, was aus dem Tapetenmuseum wird, das bis 2008 unter dem Dach des Landesmuseums angesiedelt war.

Das feiert im kommenden Jahr seinen 100. Geburtstag. Zu diesem Anlass und zum Stadtjubiläum soll es eine Ausstellung geben. Die wird in der Neuen Galerie gezeigt, an der bereits deutlich wird, was für Qualitätssprünge durch eine Generalsanierung möglich sind. Die Sammlung des Landesmuseums sei herausragend, sagt Röhring. Das wird man hoffentlich bald sehen können.

Von Thomas Siemon

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