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Jamaika-Koalition in Kassel naht: Grüne, CDU, FDP wollen Verhandlungen aufnehmen

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Von: Andreas Hermann, Florian Hagemann

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Sind das die neuen Farben in der Kasseler Politik? Grüne, CDU und FDP beraten weiter über eine Jamaika-Koalition.
Sind das die neuen Farben in der Kasseler Politik? Grüne, CDU und FDP beraten weiter über eine Jamaika-Koalition. © Frank Rumpenhorst/dpa

Nach dem Aus der grün-roten Koalition im Kasseler Rathaus wird nun ein Jamaika-Bündnis aus Grünen, CDU und FDP immer wahrscheinlicher. Die Parteien wollen in konkrete Verhandlungen treten.

Kassel – Während die turbulente Wahlkreiskonferenz der SPD von Mittwochabend am Donnerstag noch nachhallte, meldeten sich am Mittag Grüne, CDU und FDP in eigener Sache zu Wort. Die Vorsitzenden der drei Parteien erklärten die Sondierungsgespräche über eine Zusammenarbeit im Kasseler Rathaus für abgeschlossen. Zugleich kündigten sie an, Koalitionsverhandlungen aufnehmen zu wollen. Heißt: Eine Jamaika-Koalition für Kassel wird immer wahrscheinlicher.

Die Mitglieder der Grünen werden laut der von allen drei Parteien parallel verschickten gemeinsamen Pressemitteilung bei einer Kreismitgliederversammlung am 22. Oktober über die Aufnahme von Verhandlungen abstimmen. Die CDU hält demnach am 18. Oktober eine Delegiertenversammlung ab, und bei der FDP steht die Entscheidung auf der Tagesordnung des Parteivorstands. Bei positiven Voten wäre eine weitere Hürde auf dem Weg zu dem entsprechenden Bündnis genommen.

Schon seit Wochen sind Grüne, CDU und FDP in Gesprächen, um auszuloten, ob sie auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Zusammen kommen die drei Fraktionen auf 38 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung – zwei mehr als nötig. Nach dem Aus der grün-roten Koalition Mitte des Jahres beherrscht das Prinzip der wechselnden Mehrheit die politische Arbeit in Kassel. Käme es zum Jamaika-Bündnis, wäre die SPD außen vor. (Florian Hagemann und Andreas Hermann)

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