Nur jede dritte Familie nutzt Bildungspaket: Kommunen werben für mehr Anträge 

Kassel. Zu wenige bedürftige Familien nutzen das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung. In Deutschland haben 2,5 Millionen Kinder Anspruch auf finanzielle Hilfe beispielsweise beim Schulbedarf oder für ein warmes Mensa-Essen. Nur jeder vierte Berechtigten hat das in Anspruch genommen und entsprechende Anträge gestellt.

In Kassel Stadt und Landkreis sieht es etwas besser aus. Dort hat inzwischen knapp jeder dritte Anspruchsberechtigte einen Antrag für sein Kind gestellt. Im Landkreis können insgesamt 1600 Kinder, vorwiegend aus Hartz-IV-Familien, Leistungen aus dem Bildungspaket beantragen. Nach Auskunft von Landkreis-Pressesprecher Harald Kühlborn liegen für mehr als 500 Kinder Anträge vor. In Kassel ist von insgesamt 10.000 antragsberechtigten Eltern ebenfalls ein Drittel bereits aktiv geworden.

Formulare vereinfacht

Kassels Sozialamtsleiter Detlev Ruchhöft bezeichnet das Antragsaufkommen dennoch als „zu gering“. Der anfänglichen Kritik, die Anträge seien kompliziert und umfangreich, widerspricht er: „Die Formulare haben wir stark vereinfacht.“ Manche Eltern kümmerten sich einfach nicht um das Geld, das ihnen für ihre Kinder zusteht. Ruchhöft: „Die müssen wir ansprechen.“ Deshalb wirbt die Stadt jetzt, um diese Familien zu erreichen. (chr)

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