Jeder kann ein Lebensretter sein

HNA-Blutspendeaktion läuft noch bis Freitag

DRK-Mitarbeiterinnen Kim Speck (von links), Tina Bachmann und Lena Horwart  vom DRK halten Blutkonserven in die Kamera
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Große Verantwortung: Kim Speck (von links), Tina Bachmann und Lena Horwart sorgen während der HNA-Blutspendeaktion dafür, dass die Blutkonserven ordentlich verpackt und bis zum Abtransport gelagert werden.

860 Spender an den ersten beiden Tagen der HNA-Blutspendeaktion: „Das ist eine zufriedenstellende Bilanz“, findet Rolf Zarberg, der für Kassel zuständige Referent des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg-Hessen.

Wegen der aktuell geltenden Coronaauflagen muss in diesem Jahr – bei der 20. HNA-Aktion – einiges anders laufen. Gespendet werden darf im Kongress Palais nur nach vorheriger Terminvereinbarung. Die ist im Internet oder per Telefon möglich.

Am Eingang begrüßt zum Auftakt Lisa Wenske die ersten Spender mit der Bitte: „Einmal Hände desinfizieren.“ Danach überreicht sie jedem Spender eine Mund-Nasen-Bedeckung, die sowohl bei der Anmeldung als auch während der Blutspende selbst getragen werden muss.

Vor der Tür der Stadthalle reicht Lisa Wenske jedem Spender kontaktlos einen Mundschutz und bittet darum, sich die Hände zu desinfizieren.

30 Liegen warten auf die zahlreichen Blutspender

Zum Desinfizieren ihrer Hände werden die Spender in den kommenden 45 Minuten noch dreimal aufgefordert werden, bis sie endlich auf einer der 30 Liegen Platz nehmen dürfen. Zwar werde beim Blutspenden generell großer Wert auf Hygiene gelegt, doch im Moment seien die Auflagen noch strenger, erklärt Ralf Debus, Regionalleiter Hessen des Blutspendedienstes Baden-Württemberg-Hessen.

Angesichts der Corona-Pandemie läuft das Blutspenden in diesem Jahr anders ab, als es routinierte Teilnehmer kennen: Neben der Terminreservierung und den extra großen Abständen – „zwischen jedem Kopf mindestens zwei Meter“, erklärt Rolf Zarberg – gibt es für jeden Teilnehmer ein Lunchpaket zum Mitnehmen. Der gewohnte Imbiss mit Plausch nach der Spende muss ausfallen.

Nach der Spende: Lennert Kreher gibt bei der HNA-Blutspendeaktion die Lunch-Pakete mit Erdnüssen, Chips, Keksen und Saft aus. Der Imbiss muss zurzeit entfallen.

Vor dem Betreten der Stadthalle misst ein ehrenamtlicher Mitarbeiter die Körpertemperatur der Spender. Maximal 37,5 Grad sind zulässig. Wer darüber liegt, muss wieder nach Hause gehen. Die Spender an den ersten beiden Tagen sehen die neuen Bestimmungen ganz locker. Viele begrüßen sogar die aktuelle Regelung der vorherigen Terminvereinbarung. „Kein Anstehen“, freut sich Peter Marlor, der bereits zum 12. Mal an der HNA- Blutspendeaktion teilnimmt. In den Vorjahren sei es schon vorgekommen, dass er anstehen und fast eine Stunde hätte warten müssen. „Heute bin ich sofort drangekommen“, sagt der Baunataler.

Terminvergabe hat Vorteile für Veranstalter und Organisatoren

Nicht nur für die Spender hat die Terminvergabe Vorteile, auch für die Veranstalter macht es die Organisation leichter: „Wir können besser kalkulieren, wissen genau, welche Termine wir noch stärker bewerben müssen und haben die Möglichkeit, die Spender direkt und kurzfristig über mögliche Änderungen informieren“, sagt Ralf Debus. Darum habe man beschlossen, das Terminvergabe-System auch künftig beizubehalten. Trotzdem müssten sich Spender nicht unbedingt langfristig an einen Termin binden: Auch für denselben Tag seien noch Reservierungen für einzelne Zeitfenster möglich.

Auf der Liege: Natascha Lörper-Blachnik nimmt Spender Peter Marlor Blut ab. Für die aktuellen Maßnahmen hat er Verständnis, die Terminvergabe findet er sogar gut.

Nach dem Einlassprozedere mit Händedesinfektion, Mundschutz, Temperaturmessung und Anmeldung liegt am Montagmittag als einer der ersten auch Peter Marlor endlich auf der Liege. Er hat die seltene Blutgruppe 0 Rhesus negativ.

Sie ist besonders, da sie, im Gegensatz zu jeder anderen Blutgruppe, jedem Patienten verabreicht werden kann. Personen mit der Blutgruppe 0 Rhesus negativ werden deshalb auch Universalspender genannt. DRK-Mitarbeiterin Natascha Lörper-Blachnik kümmerte sich um die Blutentnahme bei dem Ruheständler. Ihr Urteil: „Es läuft gut.“

Vor dem Betreten der Stadthalle misst Diana Weide die Temperatur der Spender. Julia Rabisch darf eintreten. Sie spendet bereits zum siebten Mal.

Spenden mit Termin 

Noch bis Freitag (17. Juli 2020) kann täglich in der Zeit von 12 bis 18 Uhr im Kongress-Palais Blut gespendet werden. In diesem Jahr müssen sich Spender vorher anmelden, 480 Spenden pro Tag sind möglich. An der Heinemannstraße stehen 60 kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Jeder Spender muss seinen Personalausweis mitbringen und bekommt als Dankeschön eine Eintrittskarte für die Therme oder das Cineplex-Kino.

Anmeldung: zu.hna.de/spende 20 oder Tel. 0800 /11 949 11

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