Die Sanierung beginnt mit Kanalarbeiten - Eröffnung Ende 2014 geplant - 30 Millionen Euro veranschlagt

Jetzt Baustart am Landesmuseum

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Schadhafte Rohre: Die Abwasserleitungen des Landesmuseums am Brüder-Grimm-Platz sind meist 100 Jahre alt und müssen saniert werden. Ein Bagger legt die Kanalanlage frei.

Kassel. Das Pflaster ist aufgerissen. Der Bagger hat vor dem Hessischen Landesmuseum ein großes Loch gegraben. Der Umbau und die Sanierung des 100 Jahre alten Gebäudes am Brüder-Grimm-Platz hat endlich begonnen.

Los geht es mit der Sanierung der Kanalanlagen. Ein Jahr später als ursprünglich geplant soll das Haus im vierten Quartal des nächsten Jahres wieder für Besucher öffnen.

Der zur Tausendjahrfeier der Stadt eröffnete Museumsbau von Theodor Fischer wartet bereits seit seiner Schließung im Jahr 2008 auf eine bauliche Instandsetzung. Für das Projekt im Rahmen der Neuordnung der Museumslandschaft Kassel sind 30 Millionen Euro veranschlagt.

In dem Gebäude sollen moderne Ausstellungsflächen entstehen, die auf drei Ebenen die Geschichte Nordhessens präsentieren. Sammlungen der hessischen Vor- und Frühgeschichte, Volkskunde und zur Angewandten Kunst sollen hier konzeptionell verbunden werden. Um zusätzliche Schauräume zu schaffen, werden die beiden Innenhöfe überdacht.

Die Sanierung der Abwasserleitungen sei ein erster wichtiger Schritt, erläutert Astrid Schlegel, zuständig für Bauwesen und Denkmalpflege bei der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK). Die Abwasserleitungen stammten größtenteils noch aus der Bauzeit und seien an mehreren Stellen beschädigt. Außerdem seien sie für die heutigen Anforderungen zu klein.

Voraussichtlich Mitte April werden die Kanalarbeiten abgeschlossen sein, danach beginnt die Grundinstandsetzung des Gebäudes unter der Federführung des Architekturbüros HG Merz aus Stuttgart. Dabei sei es möglich, die historische Substanz und Struktur des Museumsbaues zu respektieren und auch wieder deutlicher herauszuarbeiten, sagt Astrid Schlegel.

Nachdem das Gebäude geräumt war, habe man festgestellt, dass die Bausubstanz in all den Jahren weitgehend unverändert geblieben ist, sagt Schlegel: „Das ist eine Besonderheit.“

Auch die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg hatte das Haus fast unbeschadet überstanden. Um die Eingriffe möglichst schonend zu gestalten, sei die Planung noch einmal überarbeitet worden. (hei)

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