Jetzt fliegen die Pollen: Die Leidenszeit für Allergiker beginnt

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Kassel. Schniefende Nasen, tränende Augen, juckende Haut, Atembeschwerden und Kopfschmerzen - zurzeit haben es Allergiker besonders schwer. Der Pollenflug hat begonnen und Allergiker leiden.

Die allergischen Reaktionen sorgen für eine verstärkte Nachfrage in Apotheken und für gut gefüllte Wartezimmer bei den Ärzten. In diesem Jahr habe der Pollenflug wie auch 2014 früh begonnen, was an den vielen warmen Tagen liege, sagt der Allergologe Dr. Peter Hammerl aus der Lungenfachklinik Immenhausen.

Die Leiterin des Kasseler Gesundheitsamtes, Dr. Karin Müller, hat bisher allerdings nichts besonders Auffälliges festgestellt: „Es ist wie jedes Jahr: Wenn die Pollen anfangen zu fliegen, sind viele Menschen krank.“ In Deutschland seien rund 20 Prozent der Menschen von einer Allergie betroffen – die meisten würden unter Pollen leiden, sagt Hammerl. Seit Ende Dezember fliegen vor allem die Hasel-Pollen. Mit der Birke ab Mitte April käme ein sehr aggressives Allergen hinzu.

Was aber tun, wenn allergische Reaktionen auftreten?

• Pollenschutzgitter an den Fenstern anbringen.

• Getragene Kleidung nicht ins Schlafzimmer hängen und die Haare oft waschen.

• Die Wohnung möglichst nur dann lüften, wenn die Pollen nicht fliegen: In der Stadt morgens, auf dem Land abends. In der Apotheke gebe es spezielle Nasensprays, Augentropfen und Allergietabletten, sagt Stephan Parzefall, Chef der Kasseler Post-Apotheke. Das könne homöopathisch mit Globuli und Tropfen unterstützt werden.

„Wenn die Symptome schlimmer werden, sollte man zum Facharzt gehen, um beispielsweise Asthma zu vermeiden“, sagt Hammerl. Antiallergische Mittel könnten zwar kurzfristig helfen, langfristig sei jedoch nur eine Hyposensibilisierung mittels Injektionen, Tropfen oder Tabletten beim Arzt hilfreich. Das Immunsystem müsse lernen, die Allergene zu ignorieren.

Gesundheitsvideo: Mit Akkupunktur gegen Allergie

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