Arbeiten für Hörsaalzentrum an der Moritzstraße haben begonnen - Eröffnung 2014

Uni ist jetzt Großbaustelle

Baustelle bis 2014: Auf der ehemaligen Parkplatzfläche entlang der Moritzstraße, die im Bild rechter Hand verläuft, wird das Hörsaal- und Campus-Zentrum gebaut. Jetzt ist mit dem Ausbaggern der Baugrube begonnen worden. Fotos: Koch

Kassel. Eben noch Parkplatz, jetzt schon Großbaustelle: An der Moritzstraße nehmen die Arbeiten für das neue Hörsaal- und Campus-Center (HCC) der Uni Kassel Fahrt auf. Neben der Zentralmensa, wo bisher Mitarbeiter der Hochschule ihre Autos parken konnten, sind Bagger, Laster und Baumaschinen angerückt.

Bis zum Frühjahr 2014 soll hier ein Gebäude entstehen, das Platz für sechs neue Hörsäle und die Beratungs- und Serviceeinrichtungen der Hochschule bieten wird. Erst dann - zum Sommersemester 2014 - ist mit einer Entspannung der Raumnot an der Hochschule mit derzeit 21 500 Studierenden zu rechnen.

Mario Appel

Die Baukosten für das HCC belaufen sich nach Angaben von Projektleiter Mario Appel vom Hessischen Baumanagement (hbm), Regionalniederlassung Nord, auf 31,2 Mio. Euro. Finanziert wird der Neubau vom Land Hessen im Rahmen des Heureka-Programms. Ende Oktober begannen die Vorarbeiten für die Baustelle, vorige Woche wurde die Fläche, auf der sich früher eine Halle der Henschel-Werke befand, auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg sondiert - zum Glück ohne Funde. Jetzt ist mit dem Ausbaggern der Baugrube begonnen worden.

„Erdarbeiten sind auch bei niedrigen Temperaturen relativ lange möglich“, sagt Appel. Ende Januar 2012 sollen die Rohbauarbeiten losgehen.

Das Hörsaal- und Campus-Zentrum wird sich in metallischem Glanz präsentieren und damit vom Klinker-Stil der bestehenden Unibauten am Holländischen Platz augenfällig absetzen: Die Fassade des vom Berliner Büro „raumzeit“ geplanten Gebäudes besteht aus Aluminium. Breite Fensterriegel sorgen für großzügigen Lichteinfall - auch in den Hörsälen, in denen sich die Studenten und Dozenten auf mehr Tageslicht freuen dürfen als in den bestehenden Hörsaalbauten.

Neben dem Audimax mit 650 Plätzen wird der Neubau fünf weitere Hörsäle (mit Kapazitäten zwischen 250 und 510 Plätzen) sowie acht Seminarräume für je 50 Teilnehmer beherbergen. Im dritten Obergeschoss des HCC wird die Service-Etage einziehen. „Ziel der Uni war, möglichst viele Dienstleistungen für Studierende an einem Ort zusammenzufassen“, erläutert Projektleiter Appel. Unter einem Dach werden die Studierenden den Asta (Allgemeiner Studierendenausschuss), das Studierendenwerk, den Studienservice und das International Office für die Planung von Auslandsaufenthalten finden. Das neue Hörsaalzentrum, die benachbarte Zentralmensa und die nahegelegene Gesamtbibliothek werden künftig das Kernstück des Campus bilden, sagt Appel. Wenn der Hochschulstandort am Holländischen Platz sich in den nächsten Jahren weiter gen Norden ausdehnt, wird das Hörsaalzentrum auch geographisch im Mittelpunkt des Campus stehen.

Von Katja Rudolph

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