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Jetzt wächst die Sparkasse in die Höhe

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Von: Bastian Ludwig

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Blick von oben: Das Baufeld erstreckt sich von der Kölnischen Straße (rechts) bis zur Kleinen Rosenstraße (links). Hinter der Baustelle ist die Kurfürstengalerie zu sehen. Links der Lutherturm.
Blick von oben: Das Baufeld erstreckt sich von der Kölnischen Straße (rechts) bis zur Kleinen Rosenstraße (links). Hinter der Baustelle ist die Kurfürstengalerie zu sehen. Links der Lutherturm. © Andreas Fischer

Nach monatelangen Abrissarbeiten und der Vorbereitung des Baugrundes kann es losgehen. Am Montag wurde der Grundstein für die neue Zentrale der Kasseler Sparkasse an der Kölnischen Straße/ Ecke Spohrstraße gelegt.

Kassel - Wenn alles nach Plan läuft, soll der neue S-Finanz-Campus Mitte 2024 von 520 Mitarbeitern bezogen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) wird überprüfen, ob die hohen Ansprüche der Bauherren an die Nachhaltigkeit eingehalten werden.

Als Meilenstein bei der Neuausrichtung der Kasseler Sparkasse bezeichnete der Vorstandsvorsitzende Ingo Buchholz das 52 Millionen Euro teure Bauvorhaben. Und weiter: „Wir verändern uns, um das zu bleiben, was wir sind.“ Buchholz verwies darauf, wie wichtig es sei, dass die Sparkasse sich an die veränderte Marktlage anpasse. Der Neubau sei Teil der „Optimierungsstrategie“.

So soll er 2024 aussehen: Der Neubau der Kasseler Sparkasse entsteht an der Ecke Kölnische Straße/ Spohrstraße. Visualisierung: Atelier 30 Architekten GmbH
So soll er 2024 aussehen: Der Neubau der Kasseler Sparkasse entsteht an der Ecke Kölnische Straße/ Spohrstraße. © Visualisierung: Atelier 30 Architekten GmbH

So bietet das neue Gebäude 40 Prozent weniger Flächen als die beiden bisherigen Hauptstandorte an der Wolfsschlucht und der abgerissene Altstandort an der Kölnischen Straße. Dadurch sollen Betriebskosten reduziert werden. Im Vorfeld sei im Verwaltungsrat lange diskutiert worden, ob es wirtschaftlicher sei, die Standorte zu sanieren oder neu zu bauen, so Buchholz. Schließlich sei die Entscheidung zugunsten des Neubaus gefallen, der eines der „nachhaltigsten Gebäude Kassels“ werde. Schließlich wolle die Kasseler Sparkasse bis 2035 CO2-neutral werden. Gleichzeitig versprach er, dass auch in die Modernisierung der 44 Beratungscenter in Stadt und Kreis Kassel weiter investiert werde.

Grundsteinlegung: Landrat Andreas Siebert (von links), Vorstandschef Ingo Buchholz und Oberbürgermeister Christian Geselle.
Grundsteinlegung: Landrat Andreas Siebert (von links), Vorstandschef Ingo Buchholz und Oberbürgermeister Christian Geselle. © Andreas Fischer

Der Verwaltungsratsvorsitzende Landrat Andreas Siebert (SPD) nannte den Neubau ein wichtiges Zeichen in „schweren Zeiten“. Wegen der Niedrigzinsen sei das einstige Geschäftsmodell der Sparkassen tot. Insofern müssten sie sich wandeln. Sein Stellvertreter im Verwaltungsrat, Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD), hob hervor, dass beim Bau die Wertschöpfung in der Region bleibe. Es seien fast ausschließlich Betriebe aus der Region beauftragt worden. Zudem bedeute der S-Finanz-Campus eine Aufwertung der Innenstadt. Er werde unweit des Königsplatzes für Publikumsverkehr sorgen. Nicht zuletzt sei es „eine gute Lösung“, dass die Stadt nach dem Umzug im Jahr 2024 den bisherigen Sparkassen-Standort an der Wolfsschlucht mieten und zum Technischen Rathaus umbauen werde.

Architekt Ole Creuzig von Atelier 30 Architekten aus Kasel ist froh, dass die belastende Zeit für die Nachbarschaft mit Lärm und Staub zu Ende ist. Der im März 2021 gestartete monatelange Abriss mitten in der Innenstadt sei eine große Herausforderung gewesen, so Creuzig. Er bedankte sich für das Verständnis. Nun beginne der eigentliche Bau. Dieser besteht eigentlich aus zwei Gebäudeteilen, die durch die Stichstraße zum Parkhaus getrennt werden, das derzeit über eine Umleitung erreicht wird. An der Ecke des Gebäudes an der Kölnischen Straße wird sich ein achtstöckiges Hochhaus erheben. (Bastian Ludwig)

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