Nürnberger Versicherung feiert am heutigen 1. Juli das 50-jährige Bestehen der Bezirksdirektion Kassel

Jubiläum im Zeichen der Burg

50 Jahre Nürnberger Versicherung in Kassel: Bezirksdirektorin Corina Mander vor dem Haus des Unternehmens an der Fünffensterstraße 6 in der Kasseler Innenstadt. Foto: Herzog

Kassel. Gestartet war die Nürnberger Versicherung in Kassel am 1. Juli 1961 in einer Dachwohnung im Haus Königsplatz 38. Am heutigen Freitag wird das 50-jährige Bestehen der Bezirksdirektion im jetzigen Domizil an der Fünffensterstraße 6 gefeiert.

Dass es in fünf Jahrzehnten nur drei Bezirksdirektoren an der Spitze gab, ist Beleg für die Kontinuität im Versicherungsunternehmen. Heinrich Theiß baute die Arbeit mit zunächst drei Innen- und fünf Außendienstlern auf. Mit dem Umzug ins neu erbaute Haus an der Fünffensterstraße im Frühjahr 1963 wuchs die Zahl der Mitarbeiter. Heute arbeiten 50 Beschäftigte in der Bezirksdirektion, die in Nordhessen sowie im Raum Gießen jährlich rund 35 Millionen Euro Umsatz erzielt. Der Kundenbestand umfasst derzeit annähernd 35 000 Versicherungsnehmer.

1980 löste Peter Dinter den Gründungsdirektor ab. Seit 2000 steht Corina Mander an der Spitze der Nürnberger in Kassel. Sie ist die erste und bisher einzige Bezirksdirektorin in der Geschichte des 1884 gegründeten Versicherungsunternehmens (siehe Hintergrund).

Die Nürnberger, die seit dem Jahr 1958 mit dem Slogan „Schutz und Sicherheit im Zeichen der Burg“ wirbt, zählt zu den wenigen Unternehmen, die nach Konzentrationsprozessen und Zentralisierung in der Versicherungsbranche noch einen Standort in Kassel haben. Einst gab es in der Stadt annähernd drei Dutzend Direktionen. Heute sind neben der Nürnberger Versicherungsgruppe nur noch HDI Gerling, DKV, Signal Iduna, Mecklenburgische, Debeka und DAS übrig geblieben.

Bekannt ist die Nürnberger vor allem für Lebensversicherungen. „Aber wir sind ein Rundum-Versicherer für Familien und mittelständische Betriebe“, sagt Corina Mander. Die 50-jährige, aus Leipzig stammende Versicherungsfachwirtin erinnert an die von der Nürnberger aufgelegte erste Eisenbahnreise-Unfallversicherung, die wegen äußerst seltener Eisenbahnunfälle in die allgemeine Unfallversicherung umgewandelt wurde. Oder eine Versicherung für sitzen gelassene Mädchen, die heute Aussteuer-Versicherung heißt. Viele Kundenkontakte bekommt das Unternehmen durch 68 Autohaus-Agenturen im Bezirk. In diesen Agenturen regeln Mitarbeiter für Autohaus-Kunden auf Wunsch die Versicherung eines gekauften Automobils.

Von Jörg Steinbach

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