"Jugend forscht": Kasseler räumen bei Bundeswettbewerb ab

Kassel / Ludwigshafen. Riesenerfolg für den Wissenschaftlernachwuchs aus Nordhessen: Beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht" hat das Schülerforschungszentrum Nordhessen aus Kassel am Wochenende in Ludwigshafen zwei erste Preise errungen.

Patricia Asemann (16) aus Kaufungen und Robin Heinemann (16) aus Helsa erhielten die mit 2500 Euro dotierte Auszeichnung für eine Arbeit auf dem Gebiet der Astronomie.

Inspiriert durch die ersten hochaufgelösten Bilder des noch jungen Sterns HL Tauri entwickelten Asemann und Heinemann ein computerbasiertes Verfahren, mit dem sie die Entstehung eines Planetensystems aus Staubscheiben simulieren können.

Ebenfalls die höchste Auszeichnung bei „Jugend forscht“ erhielt Anselm von Wangenheim (18) aus Kassel. Er ging der Frage nach, ob sich ein Roboter bauen lässt, der stabil auf nur einem Bein steht und sich springen fortbewegt. Mittels aufwendiger Simulationen wies von Wangenheim nach, dass ein so genannter Monopod funktionieren würde.

Um den Beweis praktisch zu erbringen, baute der Schüler einen einbeinigen Roboter aus Schaschlikspießen, Holzleim und Sensoren. Von Wangenheim erhielt neben dem ersten Preis auch eine Einladung der Europäischen Kommission zu einem Treffen junger Wissenschaftler in Mailand.

An das Schülerforschungszentrum gingen darüber hinaus ein zweiter und ein dritter Preis. Den zweiten Preis (2000 Euro) erhielten Duo Andreas Qiu (18) aus Kassel, Michelle Naass (16) aus Immenhausen und Kay Rübenstahl (18) aus Homberg. Sie entwickelten ein Testverfahren für Haushalte, mit dem festgestellt werden kann, ob Baymilch frei von Chemie ist. Den dritten Preis (1500 Euro) sicherte sich Birk Magnussen (15) aus Kassel. Er entwickelte ein kostengünstiges und flexibles Energiemanagementsystem für Zuhause.

Die Preise wurden den erfolgreichen Jungforschern am Samstag von Bundespräsident Joachim Gauck und Bundesbildungsministerin Johanna Wanka überreicht.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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