Tag des sicheren Internets am Engelsburg-Gymnasium – Schüler lernten, wie es geht

Jugend im Netz – aber richtig

Zum richtigen Umgang mit Medien gehörte auch ein Interviewtraining: Isabell Paulin (mit Kamera), Lorenz Pohl (mit Mikro) und Lea Pätzold (als Befragte) fanden den „Safer Internet Day“ eine tolle Sache. Armin Ruda (vom Medienprojektzentrum Offener Kanal) und Christina Ueckermann (LPR Hessen) begleiteten die Schüler der 5 c durch den Tag des sicheren Internets. Foto: Naumann

Kassel. Die Kunst, mit modernen Medien umzugehen, hat sich das Engelsburg-Gymnasium als Unterrichtsthema schon seit Jahren auf die Fahne geschrieben. Jetzt gab es wieder mehrstündige Workshops für die Schüler der fünften Klassen und anschließend einen Elternabend zum Thema „Mehr Sicherheit im Netz“.

Geleitet wurde das Workshop-Projekt von der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und dem Medienprojektzentrum Offener Kanal Kassel aus Anlass des internationalen, von der EU-Kommission vor zehn Jahren aus der Taufe gehobenen „Safer Internet Day“ (Tag des sicheren Internets).

Positive Seiten entdecken

So ging es um Cybermobbing, Computerspiele, Urheber- und Persönlichkeitsrechte, um Handy- und Internetnutzung und die Zukunft des Internet. „Ziel der Workshops ist es, nicht nur auf Gefahren hinzuweisen, sondern den richtigen Umgang mit den neuen Medien zu erlernen“, sagt Organisator und Medientrainer Jörg Ruckel. Denn wer immer nur die Gefahrenseite in den Blick rücke, verpasse die vielen positiven und spannenden Möglichkeiten der neuen Medien und wie man sie für sich nutzen kann. „Medienkonsum lässt sich ohnehin nicht vermeiden. Dann doch lieber gleich den richtigen Weg zeigen“, sagt Ruckel.

Es sei wichtig, schon früh damit anzufangen. „Fünftklässler sind etwa elf Jahre alt, spätestens dann erwacht bei vielen das Interesse für die neuen Medien“, sagt Ruckel. Und so ging es in den Klassen dann auch um die Frage, wie mit dem Smartphone ein spannendes Kurzvideo gefilmt werden kann, anstatt damit immer nur im Internet zu surfen. Oder es ging darum zu wissen, was es für Rechte gibt, bevor ein Bild von einem Klassenkameraden ins Netz gestellt wird. Und es wurde erklärt, wie Computerspiele gespielt werden können, ohne gleich in eine Kosten- oder Zeitfalle zu tappen.

„Im Kern geht es also stets um einen verantwortungsvollen Umgang mit neuen Medien“, sagt Ruckel. Dieses Ziel werde auch den Eltern vermittelt. Denn: „Auch Eltern sollten wissen, was neue Medien an Möglichkeiten, aber auch an Gefahren bereithalten“, sagt Ruckel. Nur so können Eltern ihren Kindern auch helfen, falls einmal etwas schiefgegangen ist.

„Eltern, die sich dem Thema verschließen, können das nicht, weil sie gar nicht wissen, was ihre Kinder eigentlich im Netz machen.“

Von Boris Naumann

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