Jugendliche feierten bis tief in die Nacht in der Goetheanlage - Auch Ärger auf dem Buga-Gelände

Jugendliche feierten bis tief in die Nacht: Randale und Müll im Park

Mit Müll übersät: Über die Hinterlassenschaften in der Goetheanlage ärgern sich auch Anwohner Rita Kertesz und Martin Günther Neumann. Foto: Schoelzchen

Kassel. Lärm bis tief in die Nacht, Randale und Müll: Das Sommerwetter, das am Wochenende viele Menschen ins Freie lockte, hat auch seine Schattenseiten.

In der Goetheanlage sorgten feiernde Jugendliche für Ärger, auf dem Buga-Gelände hinterließen übermütige Nachtschwärmer Spuren der Verwüstung. Bei der Polizei gingen nach Auskunft von Pressesprecherin Sabine Knöll etliche Meldungen und Notrufe ein. Auch das Ordnungsamt war gefragt.

„Es ist unerträglich“, klagt Erika Paar, die seit 23 Jahren an der Goetheanlage lebt, nach dem ersten warmen Wochenende des Jahres. „Das wird von Jahr zu Jahr schlimmer.“ Die 83-Jährige fordert eine strenge Parkordnung. Die Erlaubnis, dort zu grillen, müsse zurückgenommen werden. „Die Goethe ist ein Szenetreffpunkt geworden“, sagt Anwohner Ulrich Brinkmann. Der 43-Jährige findet es grundsätzlich gut, wenn dort viel Leben ist. Bei Lärm bis tief in die Nacht und Müll hört sein Verständnis aber auf. Brinkmann sieht es als Aufgabe des Ordnungsamtes an, mit Präsenz für Abhilfe zu sorgen. „Wenn die Leute zwei Wochen lang angesprochen werden, löst sich das Problem“, sagt er.

„Mit den ersten wärmeren Tagen ging’s schon rund“, berichtet Ortsvorsteher Wolfgang Rudolph. Bereits vor zwei Wochen habe es erste Beschwerden von Anwohnern gegeben. „Ich kann aber schlecht Patrouille laufen“, sagt Rudolph. Der Ortsvorsteher will nun dafür sorgen, dass die Teilnehmer des runden Tisches wieder Präsenz in der Gotheanlage zeigen. In der Vergangenheit hatten Jugendarbeiter, Polizei, Drogenhilfe, Ortsbeirat, Anwohner und Ordnungsamt schon mal Flagge gezeigt und zeitweise für Ruhe gesorgt.

Stundenlanges Aufräumen

Laut Rathaussprecher Hans-Jürgen Schweinsberg waren gestern zwei Mitarbeiter des Umwelt- und Gartenamtes vier Stunden in der Goetheanlage im Einsatz, um den Müll zu beseitigen. Beim Ordnungsamt seien am Wochenende mehrere Hinweise eingegangen, dass dort gefeiert werde. Auch auf dem Buga-Gelände habe es „wild ausgesehen“, sagt Birgit Knebel von den Stadtreinigern. Die Müllfahrzeuge hätten mehrfach geleert werden müssen. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass dort schon so viel los war.“

In der Nähe der Seglergaststätte hatten Jugendliche vier Laternenmasten umgeknickt. Sie wurden dabei beobachtet und später gefasst. Beschädigungen stellte die Polizei auch an der Brücke zur Seglergaststätte fest, außerdem war ein Auto verbotenerweise über die Wiesen und Hänge gefahren. „Doch die Kollegen sahen nur noch die Reifenspuren.“

Mehrmals im Einsatz waren die Polizisten auch wegen Lärms und einer Schlägerei in der Goetheanlage, von der vor Ort aber keiner etwas wissen wollte. Die Baunataler Streife, die im Einsatz war, habe den Jugendlichen den Alkoholkonsum im Park verboten. Einige hätten sich daraufhin getrollt.

Das Ordnungsamt ist montags bis freitags bis 24 Uhr unter Tel. 7 87 30 61 erreichbar.

Von Ellen Schwaab

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