Vorarbeiten an der Regiotramhaltestelle Kirchditmold beginnen bereits im Januar

Im Juli eine neue Brücke

Neue Brücke kommt bald: Im Juli 2008 war die alte Eisenbahnbrücke zum Teil abgerissen und durch Hilfsbrücken ersetzt worden. Im Juli 2010 soll das neue Bauwerk stehen. Unser Archivfoto zeigt Rona Caspari (Projektleitung Deutsche Bahn, von links), Berthold Pfalzgraf (Stadt Kassel), Christoph Funke (Projektleitung NVV) und Thiemo Glomb (NVV-Projektstellenleiter). Archivfoto: Malmus

Kirchditmold. Auf den Gleisen hoch oben fahren moderne Regiotrams die im Dezember 2008 eingeweihte Station Kirchditmold an. Doch die schnellen Züge überqueren noch immer Behelfsbrücken an der Christbuchenstraße. Das wird sich ändern: Im Juli 2010 soll ein nagelneues Bauwerk in den Gleiskörper eingeschoben werden. Das sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn (DB) auf Anfrage der HNA.

Damit geht ein unrühmliches Kapitel zu Ende. Denn auf Hinweise aus dem Ortsbeirat, dass die über 100 Jahre alte Brücke marode aussehe, hatte die Deutsche Bahn nicht reagiert. Damals hatte ein Sprecher der DB auf HNA-Anfrage erklärt: „Einen Brückenneubau wird es nicht geben. Allerdings wird das Bauwerk ausgebessert.“ Doch dann kam alles ganz anders. Als die Arbeiter im Sommer 2008 im Zuge von Bohrpfahlarbeiten eine Stahlspange um das Bauwerk spannen wollten, wurde klar, wie brüchig das Bauwerk war: Es wäre zerdrückt worden.

Ersatzbrücken kamen

So etwas könne man nicht immer vorher feststellen, hatten damals Bahn-Mitarbeiter erklärt. Daraufhin wurde ein Teil des alten Bauwerks abgerissen und Ersatzbrücken in die Lücke geschoben.

Die Folge wird sein, dass der mit 7,1 Millionen Euro veranschlagte Regiotramhaltepunkt teurer wird als geplant. Die Kosten für die neue Brücke sind aber nach Auskunft der DB noch nicht bekannt.

Bereits Mitte Januar 2010 soll schon mit der Vorbereitung für den neuen Verbindungsbau begonnen werden: Eine Stützwand wird abgerissen und Fundamentierungsarbeiten sind geplant.

Ab diesem Zeitpunkt (das Datum wird noch bekannt gegeben) soll die Unterführung nach Auskunft des städtischen Straßenverkehrsamts für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt werden. Die Zugänge zu den Bahnsteigen für die Fahrgäste werden aber frei sein.

Die Arbeiten sollen sich bis Ende August 2010 hinziehen, sodass ab September wieder mit einer freien Durchfahrt für den Verkehr gerechnet wird.

Erst danach könne die Stadt Kassel den schmalen Gehweg entlang der Unterführung verbreitern - was auf Proteste von Anwohnern hin geschieht, die Unfallgefahren sehen. Ursprünglich waren an der Christbuchenstraße Park-and-ride-Parkplätze geplant. Darüber schwebt offenbar noch das Fragezeichen, ob diese überhaupt benötigt werden.

Die Regiotramhaltestelle Kirchditmold ist neben Jungfernkopf und Harleshausen in Kassel die dritte neu gebaute im Bunde. An der Harleshäuser Kurve, wie diese Strecke genannt wird, werden laut NVV 12 000 Haushalte mit öffentlichem Personennahverkehr versorgt. Die Regiotram verbindet das Umland mit der Stadt Kassel.

Von Beate Eder

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